Recorded & Publishing

IFPI macht weltweit Front gegen Filesharer

Neben dem Bundesverband Phono gehen nun auch die Tonträgerverbände in Dänemark, Italien und Kanada erstmals gerichtlich gegen Tauschbörsennutzer vor.

Neben dem Bundesverband Phono gehen nun auch die Tonträgerverbände in Dänemark, Italien und Kanada erstmals gerichtlich gegen Tauschbörsennutzer vor. In den vier Ländern wurden insgesamt 247 Klagen gegen Anbieter von Musiktiteln in P2P-Tauschbörsen eingereicht, davon 120 in Dänemark, 30 in Italien, 29 in Kanada und 68 in Deutschland. Weitere Klagen sollen in den nächsten Monaten folgen. Im Visier stehen zunächst Teilnehmer von P2P-Börsen, die im größeren Umfang urheberrechtlich geschützte Musik anbieten. Mit den internationalen Klagen ist nun die weltweite Jagd auf Privatnutzer eröffnet. „Die heutige Ankündigung sollte niemanden überraschen“, erklärte IFPI-Chef Jay Berman. „Während des letzten Jahres war die Tonträgerindustrie äußerst eifrig, den Menschen zu erklären, welch große Schäden sie mit illegalen Filesharing anrichten. Dabei haben wir gelernt, dass die Aufklärung nicht ausreichend ist, da immer manche Leute immer noch glauben, dass sie damit davonkommen. Unsere Botschaft teilt den Leuten jetzt mit, dass sie ernsthaft Gefahr laufen, verklagt oder angeklagt zu werden, wenn sie weiterhin die berauben, die Musik machen.“

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