Die IFPI betont auch nach den jüngsten Äußerungen von Weblisten.com, dass es sich bei dem spanischen Musikportal um ein illegales Angebot handelt. Die Rechtfertigungen der Portalbetreiber gründen sich laut IFPI-Sprecher Dr. Hartmut Spiesecke auf „Scheinargumente“. Das spanische Musikportal Weblisten.com hatte zuvor die Vorwürfe der IFPI zurückgewiesen. Das Angebot sei den Betreibern zufolge weder illegal noch verstieße es gegen das deutsche Urheberrecht.
In einer Mitteilung ließen die Verantwortlichen bei weblisten.com verlauten, dass man Verträge mit den spanischen Verwertungsgesellschaften SGAE, AEI und AGEDI geschlossen habe und daher Musik rechtmäßig und ohne geografische Beschränkung über das Internet vertreiben dürfe. Die Aktivitäten des Portals seien daher „sowohl in Deutschland als auch den übrigen europäischen Ländern legal“. Die Vorwürfe der IFPI wertete das Unternehmen als haltlose Anfeindungen und ging zum Gegenangriff über. Die Musikindustrie wolle die Preise diktieren. Daher sei ihr die Preisstrategie von Weblisten.com ein Dorn im Auge. Das Downloadportal bietet derzeit jeden Song zum Einheitspreis von 0,99 Euro an.
IFPI-Sprecher Dr. Hartmut Spiesecke zeigte sich von dem Rechtfertigungsversuch der Portalbetreiber wenig beeindruckt. „Weblisten war und ist in Deutschland ein illegaler Musikdienst. Alle anderen Äußerungen der Betreiber des illegalen Services sind falsch und führen Konsumenten an der Nase herum“, erklärte Spiesecke und verwies darauf, dass die Verantwortlichen in Spanien schon erste Niederlagen vor Gericht hinnehmen mussten. Wie die IFPI bereits im Dezember mitteilte, liegen die Rechte für den Onlineverkauf der Musiktitel bei den Tonträgerfirmen. Daher sei das Angebot von Weblisten.com – selbst wenn die Betreiber eine Vereinbarung mit verschiedenen Verwertungsgesellschaften getroffen hätten – illegal.






