Recorded & Publishing

IFPI hofft auf Fortschritte im Kampf gegen AllOfMP3.com

Die internationale Tonträgerindustrie unternimmt einen neuen Versuch, den illegalen Downloadanbieter AllOfMP3.com aus dem Verkehr zu ziehen. Die IFPI konnte die Staatsanwaltschaft in Moskau nun zu Ermittlungen gegen zwei führende Mitarbeiter der Betreiberfirma bewegen.

Die internationale Tonträgerindustrie unternimmt einen neuen Versuch, den illegalen russischen Downloadanbieter AllOfMP3.com aus dem Verkehr zu ziehen. Die IFPI konnte die Staatsanwaltschaft in Moskau nun zu Ermittlungen gegen einen ehemaligen Direktor und den jetzigen Direktor der Betreiberfirma MediaServices bewegen.

Schon vor mehr als einem Jahr hatte die IFPI versucht, dem Treiben von AllOfMP3.com ein Ende zu setzen, scheiterte jedoch an der antiquierten Urheberrechtslage in Russland. Seither wurde die Gesetzgebung leicht modifiziert, was die Hoffnungen der Branche auf einen Erfolg beim zweiten Anlauf schürt. Aber vor allem die Aussagen des russischen Präsidenten Wladimir Putin, der vor wenigen Wochen angekündigt hatte, dass künftig auch in Russland für Urheberrechtsbrecher ein anderer Wind wehen würde, sorgt bei der IFPI für neuen Mut.

AllOfMP3.com gilt in Deutschland und Italien per Gerichtsurteil bereits als unrechtmäßiges Angebot, aber auch im Rest der EU können Kunden der Website mit juristischen Konsequenzen rechnen. Die Russen bieten Musikdownloads zum absoluten Billigtarif von wenigen Cents pro Titel an und behaupten dabei, die nötigen Lizenzen von der Russian Multimedia & Internet Society (ROMS) und von einer Urheberrechtsorganisation namens FIAR erhalten zu haben.

Alle westlichen Experten sprechen jedoch AllOfMP3.com die Rechtmäßigkeit ab, die Urheber bekämen von den Cent-Beträgen der Kunden nichts ab. Ein weiteres Indiz für die Illegalität des Angebots ist die Tatsache, dass Beatles-Titel im Downloadkatalog vorhanden sind.

Mehr zum Thema