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IFPI begrüßt Verfügung gegen KaZaA

Der Branchenverband IFPI begrüßt die gerichtliche Anordnung gegen die Betreiber der Tauschbörse KaZaA. Darin wird das KaZaA-Mutterunternehmen Sharman Networks aufgefordert, die Links zu nicht lizenzierten Titeln von seiner Plattform zu entfernen oder den Dienst komplett einzustellen.

Der Branchenverband IFPI begrüßt die gerichtliche Anordnung gegen die Betreiber der Tauschbörse KaZaA. Darin wird das KaZaA-Mutterunternehmen Sharman Networks aufgefordert, die Links zu urheberrechtlich geschützten und nicht lizenzierten Titeln von seiner Plattform zu entfernen oder den Dienst komplett einzustellen. Dafür hat das Gericht eine Frist von zehn Tagen gesetzt, die am 5. Dezember ausläuft.

Die Warnung erfolgte zwei Monate nachdem das Bundesgericht Australiens Sharman Networks urteilte, dass Sharmann Networks zu Urheberrechtsverletzungen beigetragen habe. Das Unternehmen legte im Anschluss Einspruch gegen die Entscheidung ein. Am heutigen 24. November wies das Gericht in Sydney jedoch die Betreiber an, ein funktionstüchtiges Filtersystem bis spätestens am 5. Dezember zu installieren.

„KaZaA hat nun die letzte Warnung erhalten“, betont IFPI-Chairman John Kennedy. Für Dienste wie KaZaA sei es an der Zeit, sich zu verändern, zu filtern, das Angebot in einen legalen Service umzuwandeln oder den Weg frei zu machen, für das legale digitale Musikgeschäft. „Weltweit fällen die Gerichte Urteile gegen die Betreiber von Plattformen, die die Verletzung des Urheberrechts fördern“, erklärt Kennedy. Dies sei eine gute Nachricht für die Konsumenten, die sich nun den hunderten von legalen Musik-Sites zuwenden, wo sie Titel auf eine Weise erwerben können, die auch das Urheberrecht der Künstler und Produzenten respektiere.

Auch der australische Verband ARIA zeigt sich erfreut über die jüngste Entscheidung. „Das Gericht hat der Verzögerungstaktik, was das Filtern von Inhalten angeht ein Ende gesetzt und sie angewiesen, es zu implementieren, wenn sie weiterhin ihre Plattform betreiben wollen“, sagt ARIA-Chef Stephen Peach. Das neue Filtersystem operiert mit 3000 Schlüsselwörtern, die von der Musikbranche zusammengestellt werden und soll bei allen neuen KaZaA-Versionen eingesetzt werden.

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