Der Branchenverband IFPI zeigt sich erfreut über den am 11. Oktober von der EU-Kommission vorgestellten Aktionsplan, mit dem die EU künftig verstärkt gegen Produkt- und Markenpiraterie vorgehen will. „Wir begrüßen den Plan, der das Vorgehen der Behörden auf nationaler Ebene verbessern soll“, sagte Frances Moore, IFPI Regional Director Europe. Der neue, vielseitige Ansatz werde erstmals dem Ausmaß des Problems gerecht. Insbesondere begrüße der Verband die angekündigte Stärkung der so genannten externen Grenzen. Die sei vor allem hinsichtlich der neuen EU-Mitgliedsstaaten relevant, da nicht zum Verbund gehörende Nachbarländer die durchlässigen Grenzen bislang für den Export von Piraterieprodukten nutzten. Außerdem wolle die EU in diesem Zusammenhang auch die Zusammenarbeit mit Drittstaaten ausbauen.
Neben stärkeren Zollkontrollen sollen auch Partnerschaften zwischen Zollbehörden und Unternehmen weitere Fortschritte im Kampf gegen die Piraterie erzielen. „Wir sind bei der Identifizierung von Fälschungen auf die Mithilfe von Unternehmen angewiesen“, betont EU-Steuerkommissar Laszlo Kovacs. Daher erwarte er, dass diese die Zollbehörden mit ihrem Spezialwissen unterstützen. Des Weiteren soll ein Informationssystem die Kommunikation zwischen den Behörden verbessern und erkannte Fälschungen melden.
Durch die von der Kommission für 2005 und 2006 verabschiedeten Maßnahmen will die EU den europäischen Markt besser vor Fälschungen schützen. Eine neu ins Leben gerufene Arbeitsgruppe aktualisiere die Vorschriften zur Bekämpfung des Handels mit Plagiaten und erarbeite neue Handlungsstrategien. Mit dem Plan reagiert die EU laut Kovacs auf den Anstieg der Produktimitate. 2004 seien zehnmal so viele Fälschungen beschlagnahmt worden wie 1998.





