Recorded & Publishing

IFPI Austria trotz Umsatzminus optimistisch

Die Phonowirtschaft Österreichs schloss das Jahr 2005 mit einem Umsatzminus von zwei Prozent ab. Präsident Manfred Lappe betont allerdings die positiven Aspekte: So seien die Verkaufszahlen von Künstleralben, DVDs und Downloads gewachsen.

Die Phonowirtschaft Österreichs schloss das Jahr 2005 bei Umsätzen in Höhe von 230 Mio. Euro nach Verbraucherpreisen über alle physischen und digitalen Formate mit einem Minus von zwei Prozent ab. Der Gesamtabsatz lag bei 18 Mio. Einheiten. IFPI-Austria-Präsident Manfred Lappe betont allerdings die positiven Aspekte: So seien die Verkaufszahlen von Künstleralben, DVDs und Downloads gewachsen.

„Auch wenn es im vergangenen Jahr erfreuliche Anzeichen einer Trendwende gegeben hat, so ist der Turnaround noch nicht ganz geschafft“, schränkt Lappe allerdings im Vorwort zum Jahreswirtschaftsbericht des österreichischen Phonoverbands ein. „Preissenkungen bei CDs und DVDs drückten die Umsätze trotz steigender Stückzahlen leicht ins Minus. Allerdings – und das ist das positive Signal – konnten mit Musikdownloads über Onlineshops und mobile Netzwerke erstmals auch breitere Konsumentenschichten angesprochen werden. Der Anfang ist gemacht – auf eine Fortsetzung in 2006 darf gehofft werden.“

Bei den Alben weist die IFPI Austria ein Absatzplus von sieben Prozent auf 10,4 Mio. verkaufte Exemplare aus. Gerade Alben aus heimischer Produktion hätten mit einem Marktanteil von 15 Prozent und 22 Titeln in den 100 bestverkauften Alben des Jahres Stärke bewiesen.

Der Verkauf von Musik-DVDs habe um 100.000 Stück auf 800.000 zugelegt, allerdings hätten die Umsätze durch sinkende Preise hier nicht Schritt halten können. Im Digitalgeschäft schnellte die Zahl der verkauften Tracks von 900.000 im Jahr 2004 auf nunmehr 4,2 Mio. Downloads. Damit „etablierte sich der Digitalmarkt, also der Vertrieb von Musik über Internet und mobile Netzwerke, endgültig als Wachstumsmotor“, betont Lappe. Nicht weniger als zwei Drittel des Digitalmarktes entfallen auf den Musikvertrieb über das Handy. 84 Prozent aller Haushalte verfügen über ein Handy, 15 Prozent der Österreicher über ein Mastertone-fähiges Mobiltelefon und sieben Prozent über ein UMTS-Handy – hier ist also noch ein großes Wachstumspotenzial für die Zukunft vorhanden.“

Mehr zum Thema