Bei einer Rede im Rahmen der Internationalen Funkausstellung in Berlin rief Verbändechef Gerd Gebhardt heute die Hardware-Industrie zum gemeinsamen Handeln mit der Musikbranche auf. Gemeinsam seien die beiden Wirtschaftszweige erfolgreicher. „Phonowirtschaft und Geräteindustrie sind aufeinander angewiesen“, erklärte der Vorsitzende der deutschen Phonoverbände. Musik in der digitalen Ära brauche „effektive Schutzsysteme, einen wirksamen Rechtsrahmen und vollkompatible Abspielgeräte“. Deshalb sei eine enge Abstimmung mit der Hardware-Industrie nötig, sagte Gebhardt in Berlin. Solange Kopierschutzvorrichtungen „ausschließlich als Teil des technisch nun schon zwanzig Jahre alten Tonträgers“ funktionierten, seien sie „unflexibel und starr“. Gebhardt zeigte sich deshalb zuversichtlich, dass mittelfristig Geräte auf den Markt kommen, die kopiergeschützte Inhalte erkennen und „aktiv unterstützen“. Das bedeute dann, „dass die Inhalte wirksamer geschützt sein werden als heute und gleichzeitig die Abspielkompatibilität maximiert wird“, so Gebhardt. Außerdem würden dadurch individuelle Nutzungsoptionen ermöglicht. „Dies fördert die Innovationskraft beider Wirtschaftsbereiche.“ In seiner Rede ging der Verbändechef auch auf die Chancen des nonphysischen Vertriebs, den schrumpfenden Markt und die Radiolandschaft ein. Er sprach von einer „rasenden Talfahrt“, in der das Tal noch nicht erreicht sei. Im Anschluss an die Keynote versammelte sich der Vorstand des Bundesverbands der Phonographischen Wirtschaft zu einer Podiumsdiskussion über aktuelle Themen der Musikbranche. Mit dabei: Dr. Balthasar Schramm (Sony Music), Victor Antippas (Universal Music), Udo Lange (EMI Music), Peter James (VUT) und Dr. André Finkenwirth (BMG).
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