Recorded & Publishing

Huchthausen fordert Preissenkungen

Auf der Jahrestagung des GDM in Nürnberg hat sich Präsident Michael Huchthausen erneut für niedrigere CD- Preise ausgesprochen und zugleich seine Hoffnungen auf Impulse durch den Online-Handel bekräftigt.

Auf der des Gesamtverbands Deutscher Musikfachgeschäfte (GDM) in Nürnberg hat sich Präsident Michael Huchthausen erneut für ausgesprochen und zugleich seine Hoffnungen auf Impulse durch den Online-Handel bekräftigt. Vom Umsatzverlust im Tonträgerhandel sind laut Huchthausen vor allem die mittelständischen Betriebe mit hohem Personalaufwand für Beratungsservice betroffen. Deshalb seien neue Konzepte der Tonträgerindustrie notwendig. Die CD-Preise müssen laut dem GDM-Präsidenten sinken, was aber nicht auf Kosten des Handels über die Bühne gehen dürfe. Er fordert die Industrie deshalb zu Umstruktierungsmaßnahmen in Verbindung mit kompatiblen Kopierschutzsystemen und mehr Sicherheit bei digitaler Distribution auf. Online-Konzepte wie Phono-Line als B2B-Service für den Handel oder die Individual-CD verlangen laut Huchthausen nach einer zügigen und kompetenten Umsetzung. Der Handel erhalte dadurch verloren gegangene Kompetenz zurück und könne Kundenwünsche durch den Zugriff auf sehr viel mehr Produkte besser und schneller erfüllen.

„Bei einem erfolgreichen Start bin ich mir sicher, dass weitere Umsatzverluste kompensiert werden und wir den zur Zeit noch anhaltenden Abwärtstrend ins Positive drehen werden“, so Huchthausen. Neben dem Tonträgergeschäft seien vor allem Verluste im Klavier- und Flügelverkauf sowie im Bereich Musikelektronik für das Minus von mehr als 70 Prozent der Musikfachgeschäfte im Jahr 2002 verantwortlich. Hinsichtlich des stagnierendes Notenabsatz bereite das grassierende illegale Kopieren Sorgen. Huchthausen appellierte deshalb an Chor- und Orchesterleiter sowie die Kirchen, dies zu unterbinden und die Urheberrechte zu respektieren.