Die Partnerschaft zwischen Apple und Hewlett-Packard ist vorbei. HP kündigte an, künftig keine iPods mehr zu verkaufen. Dies passe nicht mehr zur gegenwärtigen Firmenstrategie im Bereich Digital Entertainment, ließ der Computerhersteller wissen. Noch vor wenigen Wochen hatten Apple und HP ihre Kooperation bekräftigt und verlängert. In der Folge hatte HP zuletzt seine iPod-Produktpalette der von Lizenzgeber Apple angepasst, nun kommt das für Beobachter etwas abrupte Aus. HP hatte im 2. Quartal rund 490.000 iPods verkauft – etwa acht Prozent des Gesamtabsatzes der Player in diesem Zeitraum. Die Zusammenarbeit der beiden Firmen geht auf einen Deal aus dem Jahr 2004 zurück, den die damalige HP-Chefin Carly Fiorina mit Apple schloss.
Für Insider ist klar, dass der plötzliche Rückzug eine strategische Neuausrichtung unter dem neuen HP-CEO Mark Hurd darstellt. Unternehmenssprecher Ross Camp erklärte, man werde weiterhin andere Digital-Entertainment-Produkte anbieten – vor allem Fernsehgeräte und Computer mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Media Center.
Ob HP künftig einen eigenen iPod-Konkurrenten auf den Markt bringen wird, ließ Camp offen. Unklar ist beim derzeitigen Kenntnisstand, ob HP sich künftig wieder ausschließlich auf Microsoft-Plattformen einlassen wird. Viele Computer und Laptops des Herstellers werden seit über einem Jahr mit der vorinstallierten iTunes-Software ausgeliefert. Dies soll angeblich bis auf weiteres so bleiben.





