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Howard Carpendale wirft der Branche schwere Fehler vor

Mit Fehlentwicklugen wie einer einseitigen Radiolandschaft und Casting-Shows „ruiniere sich die Musikszene selbst“, meint Howard Carpendale im exklusiven Interview mit musikwoche.

Mit Fehlentwicklugen wie einer einseitigen Radiolandschaft und Casting-Shows „ruiniere sich die Musikszene selbst“, meint Howard Carpendale im exklusiven Interview mit musikwoche. So habe das Goldene Zeitalter des Schlagers Mitte der 80er-Jahre sein Ende gefunden, als der Rundfunk kaum noch deutschspachige Musik spielte. „Heute steckt die Branche in einer Riesen-Krise, aber sie hat sich das selbst eingebrockt“, sagt der Sänger, der sich zurzeit mit einer Abschiedstournee und einem letztem Album von der Musikszene verabschiedet. In die Kritik des Sängers, der mehr als 25 Millionen Tonträger verkauft hat, geraten auch die Casting-Shows wie „Deutschland sucht den Superstar“. „Das ist eine große und sehr mächtige Inzucht zwischen RTL, der „Bild“ und BMG„, klagt der in Südafrika geborene Künstler. Zukünftige Stars sieht er unter anderem in Yvonne Catterfeld, der er jedoch empfiehlt, sich von Dieter Bohlen zu trennen.