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Hoffnungsschimmer auf dem US-Markt

In den USA sind die Tonträgerverkäufe zum ersten Mal seit 2001 fünf Wochen hintereinander gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Dadurch sank auch das bisherige Gesamtjahresminus von 8,5 auf 6,8 Prozent.

Die amerikanische Musikbranche sieht Anzeichen für ein besseres Weihnachtsgeschäft als im vergangenen Jahr. Grund für den Optimismus: In den USA sind die Tonträgerverkäufe zum ersten Mal seit 2001 fünf Wochen hintereinander gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Dadurch sank auch das bisherige Gesamtjahresminus von 8,5 auf 6,8 Prozent. US-Händler gehen davon aus, dass dieser Trend bis zur letzten Oktoberwoche anhalten wird, wenn sich die Veröffentlichung von Eminems Soundtrack-Album „Eight Mile“ jährt. Als Gründe für die steigenden Abverkaufszahlen nennen Brancheninsider die Kampagne der RIAA gegen Tauschbörsennutzer und die Preissenkungen der Universal Music Group. Außerdem gebe es erste Anzeichen für eine Konjunkturerholung und Neuerscheinungen, die eine breitere Bevölkerungsschicht ansprechen als die Veröffentlichungen des Vorjahreszeitraums. Dazu zählen unter anderem das Album des „American Idol“-Siegers Clay Aiken sowie Jagged Edges CD „Hard“ und „The Movie Album“ von Barbra Streisand. Einige Beobachter warnen hingegen vor voreiligen Schlüssen: So habe es zu Quartalsende eine Vielzahl von Neuveröffentlichungen gegeben, während die Katalogverkäufe immer noch mit 10,7 Prozent im Minus liegen. Zudem wird darauf hingewiesen, dass 2001 und 2002 die Gesamtjahreszahlen jeweils schlechter gewesen seien als die Bilanzen nach neun Monaten.

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