Die finanziell angeschlagene britische Fachhandelskette HMV Group will ihre Filialen in Asien abstoßen. Die japanische Shinsei Bank soll bereits mit der Versteigerung der 63 Niederlassungen beauftragt sein, die laut japanischen Medienberichten bis zu 100 Millionen Pfund (147 Millionen Euro) einbringen könnte. Britische Börsenexperten gingen bislang von einem Marktwert zwischen 60 und 70 Millionen Pfund aus.
Bereits im März hatte HMV-CEO Simon Fox erstmals Erwägungen über den möglichen Verkauf der Asientochter öffentlich gemacht. Im Geschäftsjahr 2006 hatte HMV mit den 63 Läden, von denen sich 57 in Japan befinden, 275,5 Millionen Pfund (404 Millionen Euro) umgesetzt und dabei ein operatives Ergebnis von 8,6 Millionen Pfund (12,6 Millionen Euro) erzielt. Im laufenden Geschäftsjahr hinken die asiatischen Umsätze derzeit um 1,4 Prozent den Vorjahreswerten hinterher.






