Recorded & Publishing

HMV trotzt dem Preiskampf

Vor zwölf Monaten zog sich HMV vom deutschen Markt zurück; ein Grund war damals das Preismarketing hier zu Lande. Auch auf dem Heimatmarkt steht HMV inzwischen im Preiskampf, schneidet dabei laut CEO Alan Giles allerdings u.a. dank des DVD-Booms gut ab.

Vor zwölf Monaten kündigte die Handelskette HMV ihren Rückzug vom deutschen Markt an; ein Grund war damals das massive Preismarketing hier zu Lande. Auch auf dem Heimatmarkt steht HMV inzwischen im Preiskampf, schneidet dabei allerdings nach eigenen Angaben bislang gut ab: So erzielte HMV in den fünf Wochen bis zum 3. Januar Umsatzzuwächse von 6,6 Prozent. Flächenbereinigt blieb ein Plus von drei Prozent. Dabei habe die Marge trotz der Preiskämpfe über den Erwartungen gelegen. Auch in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres bis Ende Oktober 2003 konnte HMV seine Marge laut CEO Alan Giles auf Vorjahresniveau halten. Parallel stiegen die Vorsteuergewinne der Gruppe um 70 Prozent auf 10,7 Mio. Pfund und die Umsätze um 2,6 Prozent auf 734,2 Mio. Pfund. Flächenbereinigt fiel das Umsatzplus mit 0,5 Prozent allerdings schmal aus. Giles sieht die Handelskette trotzdem nicht von den preisaggressiven SB-Märkten bedroht: Laut Giles verkaufte HMV in Großbritannien zu Weihnachten „mehr CDs und DVDs als alle Supermärkte zusammen“. Vor allem im Bereich DVD habe man stark abgeschnitten: Während etwa im ersten Halbjahr 51 Prozent aller Umsätze in den britischen HMV-Shops auf Musik und 32 Prozent auf DVDs entfielen, rangierte die DVD im Weihnachtsgeschäft mit einem Anteil von 40 Prozent nur noch knapp hinter der CD mit 41 Prozent. Allerdings schätzt Giles, dass die Musik im Verlauf des Jahres wieder Boden gut machen kann.

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