Die Handelskette HMV will im Geschäftsjahr bis zum 26. April Gewinne im oberen Bereich der Markterwartungen erzielt haben. Wie der Konzern kürzlich bekanntgab, erwartet das Management als Resultat von verbesserten Produktmargen und scharfer Kostenkontrolle eine Steigerung der Nettogewinne um 50 Basispunkte. Gleichzeitig soll die Verschuldung des Konzerns sinken. Trotz der schwierigen Marktlage profitiert HMV nach eigenen Angaben von Neueröffnungen in Großbritannien: Im abgelaufenen Geschäftsjahr kamen 20 Shops dazu, im neuen Jahr sollen 15 weitere folgen. In den USA schloss HMV dagegen seit Januar zwei Geschäfte, von den vor Jahresfrist noch zwölf US-Outlets gibt es nun nur noch sieben. Das Aus für seine deutschen Shops kommentiert HMV nicht weiter: Die Geschäfte in Frankfurt/M. und Münster sind bereits geschlossen, das Stammhaus in Oberhausen macht nach Informationen von musikwoche.de noch bis einschließlich zum 17. Mai Ausverkauf. Ironie am Rande: Steve Knott, 1996 erster Geschäftsführer von HMV in Deutschland, der kürzlich die Leitung von HMV Europe von David Pryde übernahm, muss nun das vom ihm selbst mit aufgebaute Geschäft schließen. In Oberhausen ließ sich der Brite allerdings bislang nicht sehen.
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