Die in Übernahmeverhandlungen stehende australische Handelskette Brazin Ltd. hat ihr erstes Geschäftsjahresquartal mit einem Umsatz- und Gewinnplus abgeschlossen. Dabei legte auch das Geschäft mit Medienprodukten gegen den Trend zu.
In den drei Monaten bis zum 2. Oktober setzte die Brazin-Gruppe, zu der u.a. die Handelsmarken HMV, Virgin und Sanity sowie Einrichtungshäuser und Dessousboutiquen gehören, insgesamt 122,9 Mio. australische Dollar (73,4 Mio. Euro) um – ein Zuwachs um 21,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Vorsteuergewinn der Gruppe kletterte dabei um 213 Prozent auf 4,7 Mio. Dollar (2,8 Mio. Euro). Auch das Entertainmentgeschäft verzeichnete einen Aufwärtstrend: Flächenbereinigt wuchs der Umsatz um fünf Prozent, tatsächlich sogar um 26,2 Prozent.
Brazin hatte vor einem Jahr die 32 australischen Filialen von HMV übernommen. Das Unternehmen erklärte, die Handelsbedingungen im Mediengeschäft seien weiterhin schwierig. Umso wichtiger sei es, dass Brazin als reprivatisierte Firma abseits der kurzfristigen Einflüsse der Börse weitergeführt wird.
Vor einer Woche stimmte der Brazin-Vorstand einem Buyout-Plan zu, der nun noch von den Aktionären abgesegnet werden muss. CEO Greg Milne sagte, es sei leichter, Brazin als Privatfirma umzustrukturieren. Die Börse verstünde das Mediengeschäft ohnehin nicht. Auch die Mär vom Tod des Tonträgerfachhandels sei „ein weit verbreiteter Irrtum“, so Milne. Die Menschen wollten auf absehbare Zeit weiter CDs kaufen.





