Die britische Handelskette HMV will Berührungsängste abbauen und ihren Kunden zur Wiedereröffnung ihres Downloadshops Unterricht in Sachen Interneteinkauf anbieten. Da das Herunterladen von Musikdateien nach wie vor eine Männerdomäne sei, richtete sich die Initiative vor allem an die weibliche Kundschaft, berichtet die „Times“. HMV hat angekündigt in 200 Geschäften seine „High Street Learning Centres For New Downloaders“ zu errichten. Dort will man den Kunden auch zeigen, wie sie ihre CD-Sammlung für den eigenen Gebrauch auf einen tragbaren Musikplayer übertragen können.
„Unsere Analysen haben gezeigt, dass – obwohl die Mehrheit nach wie vor physische Produkte erwerben möchte – viele dazu bereit sind, erstmals Musik herunterzuladen“, erklärt Mark Bennett, Leiter des Digitalgeschäfts bei HMV. Die Konsumenten bräuchten daher nur die Unterstützung und Ermutigung durch eine Marke, der sie vertrauten und die das Download-Erlebnis „entmystifizieren“ könne. Zusätzlich baut HMV auf ein erweitertes Angebot an MP3-Playern. Neben Geräten von Olympus, Creative, Philips oder dem iRiver, soll auch der iPod erhältlich sein.
Virgin und HMV wollen ihre neuen Downloadshops im nächsten Monat starten und den Kampf mit Konkurrenten wie iTunes oder der Supermarktkette Tesco aufnehmen. Virgin Digital wird am 2. September online gehen, HMV Digital zieht am 6. September nach. Während HMV auf Titeldownloads setzt und Alben vermutlich ab acht Pfund sowie Tracks zu einem „wettbewerbsfähigen Preis“ ab 79 Pence anbieten wird, setzt Virgin auf ein Abomodell à la Napster. Sowohl HMV als auch Virgin verfügen über einen Katalog von rund einer Mio. Songs.





