Die britische Handelsgruppe HMV erzielte im Weihnachtsgeschäft zwar konzernweit ein kleines Umsatzplus von 2,1 Prozent, flächenbereinigt blieben die Umsätze aber um 2,7 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Dazu trugen vor allem die britischen HMV-Geschäfte bei, deren unbereinigtes Wachstum von Anfang Dezember bis zum 7. Januar bei 0,7 Prozent lag – flächenbereinigt fielen die Umsätze im HMV-Kernmarkt um 5,5 Prozent. International konnte die Kette dagegen über Weihnachten zulegen: Bei HMV in Kanada stiegen die Umsätze um 6,9 Prozent und bei HMV Asia-Pacific um 4,6 Prozent – flächenbereinigt.
Für die ersten 26 Wochen des laufenden Geschäftsjahres bis zum 29. Oktober weist die HMV Group mit 769,7 Mio. Pfund Umsätze knapp unter dem Vorjahresniveau von 760,2 Mio. Pfund aus. Dabei hätten erfolgreiche Neueröffnungen ein flächenbereinigtes Minus in Höhe von 6,1 Prozent fast aufgefangen. Allerdings gingen zudem die operativen Gewinne von 15,7 Mio. Pfund im Vergleichszeitraum deutlich auf nun noch 2,8 Mio. Pfund zurück.
HMV-CEO Alan Giles macht für das schwache Abschneiden im Weihnachtsgeschäft den harten Wettbewerb verantwortlich. Trotz anziehender Trends bei Verkäufen und Erträgen hielt sich Giles aber mit Prognosen für das Gesamtjahr zurück und verwies auf weiterhin notwendige Verbesserungen bei Leistungen und Kosten.
Ohne nähere Gründe zu nennen, kündigte Giles zudem seinen bevorstehenden Abschied von HMV an: Ende Dezember 2006 wolle sich der CEO aus dem Unternehmen zurückziehen, hieß es. Den Namen eines Nachfolgers gab HMV noch nicht bekannt.
„Nach mehr als 30 Jahren im Handel fühle ich, dass es für mich nun an der Zeit ist, einen neuen Karriereschritt zu wagen“, sagte Giles. HMV-Chairman David Kappler dankte Giles für seine acht Jahre im Dienste des Unternehmens und zeigte sich zuversichtlich, dass man es gemeinsam schaffen werde, für einen reibungslosen Übergang zu sorgen. Mehr zum Thema






