Dass Garth Brooks sich auf einen Exklusivdeal mit Wal-Mart eingelassen hat, hatte niemanden in der Branche verwundert. Dass aber ein politisch und ökologisch engagierter Künstler wie Don Henley einem Vertrag zustimmen würde, der die Eagles an den Supermarktriesen bindet, ließ Beobachter die Stirn runzeln.
Im Gespräch mit der „Los Angeles Times“ rechtfertigte der Eagles-Frontmann diesen Schritt: „Vielen Menschen, die uns deswegen kritisiert haben, ist offensichtlich entgangen, welche Anstrengungen Wal-Mart derzeit unternimmt, um umweltfreundlicher zu werden.“ Schon seit einigen Monaten versucht der größte Einzelhändler der Welt mit einer Grün-Kampagne gegen sein negatives Image als Umweltverschmutzer und arbeitnehmerfeindliches, hyperkapitalistisches Unternehmen anzukämpfen. Wer einen Widerspruch zwischen seinem Engagement für Umweltprojekte und dem Vertrag mit Wal-Mart sieht, verkenne die aktuelle Entwicklung, so Henley. „Und im Großen und Ganzen können die gar nicht schlimmer sein als ein Majorlabel.“
Die Eagles werden in den nächsten 60 bis 90 Tagen ihr erstes Studioalbum seit 1979 auf den Markt bringen. „The Long Road Out Of Eden“ erscheint ohne Plattenfirma und wird ein Jahr lang exklusiv in Wal-Mart-Filialen erhältlich sein. Erst danach können andere Händler die CD in die Regale stellen. Außerdem stellte Henley in Aussicht, dass die Eagles im Sommer ein letztes Mal auf große Welttournee gehen werden.






