Recorded & Publishing

Harvard-Studie weckt Zweifel an Long-Tail-Theorie

Dass der oft beschworene „Long Tail“ in der Praxis möglicherweise sehr früh sehr dünn wird, ahnen Medienprofis schon lange. Eine Untersuchung der Harvard Business School belegt diese Vermutung nun.

Dass der oft beschworene „Long Tail“ in der Praxis möglicherweise sehr früh sehr dünn wird, ahnen Medienprofis schon lange. Eine Untersuchung der Harvard Business School belegt diese Vermutung nun. Das Buch zum „Long Tail“, das „Wired“-Chefredakteur Chris Anderson vor rund zwei Jahren veröffentlicht hatte, wurde von vielen in der digitalen Inhaltebranche zum neuen Dogma erklärt. Die These: Weil es online keine Begrenzung der Regalfläche gibt und weil das Vorhalten selbst der obskursten Titel nur mit geringem finanziellen Aufwand verbunden ist, könne man auch mit kleinen Stückzahlen pro Titel gute Geschäfte machen, weil man ja eine theoretisch unendliche Vielzahl von Nischenprodukten verkauft. Mit viel Kleinvieh lasse sich im Internet ordentlich Mist machen. So verlockend diese Annahme für den digitalen Handel auch ist, sie trifft wohl nicht uneingeschränkt zu.

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