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Handleman meldet Gewinneinbruch

Die Handleman Company hat in ihrem dritten Geschäftsjahresquartal fast ein Drittel ihres Nettogewinns eingebüßt. Die UK-Geschäfte laufen zwar ganz ordentlich, doch im heimischen Kerngeschäft hat Handleman mit der schwachen Konjunktur im Musikgeschäft zu kämpfen.

Der amerikanische Großhändler und Rackjobber Handleman hat in seinem dritten Geschäftsjahresquartal fast ein Drittel seines Nettogewinns eingebüßt. In den drei Monaten, die mit dem 31. Januar endeten, setzte das Unternehmen 485 Mio. Dollar um – 5,6 Prozent mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Doch der Nettoüberschuss schrumpfte um 32,7 Prozent auf nur noch 13,98 Mio. Dollar. Die Geschäfte der Tochterfirma in Großbritannien laufen zwar ganz ordentlich und legten beim Umsatz um 13 Prozent zu, doch im heimischen Kerngeschäft hat die Handleman Company mit der schwachen Konjunktur im Musikgeschäft zu kämpfen.

Darüber hinaus spürt der Zulieferer, der rund 1050 Wal-Marts in den Vereinigten Staaten, 250 in Kanada und 280 Händler in UK sowie über 1000 Kmart- und diverse Best-Buy-Filialen in den USA beliefert, immer noch den Verlust von 425 Outlets. Im April 2005 entschied die Leitung bei Kmart, dass man 400 Niederlassungen von einem Rackjobber bestücken lassen wird, und Wal-Mart fand für 25 Märkte einen anderen Lieferanten.

Die Umsatzsteigerung bei Handleman ist deshalb weniger ein Resultat von gesteigerter Nachfrage bei den Kunden, sondern ein Ergebnis der Übernahme des Games-Publishers Crave Entertainment im November letzten Jahres. Crave trug zur Quartalsbilanz 53,8 Mio. Dollar Umsatz bei.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres verbuchte Handleman Umsätze von 1,03 Mrd. Dollar – 4,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Nettogewinn schrumpfte um 32,6 Prozent auf 20,1 Mio. Dollar. Bei den Anlegern kamen diese Zahlen nicht besonders gut an: Die Handleman-Aktie verlor am 24. Februar fast 17 Prozent ihres Wertes.

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