Der US-amerikanische Großhändler und Rackjobber Handleman reitet tiefer in die roten Zahlen. Die Umsätze steigen zwar weiter, doch unterm Strich wird das Minus immer größer.
Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres, das am 28. Oktober endete, erwirtschaftete das Unternehmen Umsätze in Höhe von 330,5 Millionen Dollar – 9,4 Prozent mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Doch gleichzeitig sackte das Nettoergebnis massiv ab: Vor einem Jahr lag Handleman nach dem zweiten Quartal noch mit 9,77 Millionen Dollar im Plus, nun schlug ein Verlust von 14,28 Millionen Dollar zu Buche.
Selbst ein legitimer Versuch, die Bilanz ein wenig zu schönen, verfehlt das Ziel: Selbst bei der Betrachtung des sogenannten Pro-Forma-Ergebnisses, das gewisse Einmaleffekte herausrechnet, verzeichnete Handleman ein Minus von 1,38 Millionen Dollar im Vergleich zu den Pro-Forma-Gewinnen von 4,19 Millionen Dollar aus dem Vorjahresquartal. Das erste Halbjahr beendete der Großhändler mit einem Umsatz von knapp 571 Millionen Dollar (plus 5,2 Prozent), einem Nettoverlust von 20,18 Millionen Dollar (HJ1/2005: 6,13 Millionen Dollar Gewinn) und einem Pro-Forma-Verlust von 13,88 Millionen Dollar (HJ1/2005: 540.000 Dollar Gewinn).
Die einzige Chance zu besseren Zahlen sieht CEO Stephen Strome nur in einem verschärften Sparkurs. Das erste Halbjahr sei „insgesamt sehr enttäuschend“ gewesen, aber mit den eingeleiteten Kostenstreichungen werde Handleman bis zum Beginn des 2008er-Geschäftsjahrs jährlich 20 Millionen Dollar einsparen. Zudem beliefern die Amerikaner ab April 2007 mit Tesco Großbritanniens führende Supermarktkette mit CDs, DVDs und Games.





