Der europäische Arm des internationalen Handelsverbands GERA kritisiert die angestrebten Fusionen der großen Plattenfirmen. Angesichts des angekündigten Mergers von Sony und BMG und mit der weiterhin bestehenden Möglichkeit einer Übernahme von Warner Music durch EMI zeigt sich der europäische Entertainment-Fachhandel besorgt: Der Wettbewerb zwischen den Plattenfirmen könnte zurückgehen und so die Wahlmöglichkeiten für die Kunden negativ beeinflussen. Zu diesem Schluss sei die EU-Kommission bereits bei ihrem Nein zur Fusion zwischen EMI und Warner im Jahr 2000 gekommen. Laut der GERA-Europe treffe dieser Standpunkt auch heute noch zu. „Was das Musikgeschäft braucht sind Innovationen“, findet Simon Wright, der als CEO des britischen Handelarms der Virgin-Gruppe auch der GERA-Europe als Präsident vorsteht. „Der Weg vorwärts geht über Investitionen in gute Musik mit hoher Qualität sowie in die Digitalisierung und neue Formate, aber nicht über Maßnahmen zur Kosteneinsparung.“ Was fehle, sei eine Verbesserung der Qualität und der zeitlichen Abstimmung von Veröffentlichungen. Schließlich sei der Handel besorgt, dass die zunehmende Konzentration auf Seiten der Hersteller auch zu Änderungen in der Zusammenarbeit mit dem Handel führen und so das Geschäftsmodell des Entertainment-Fachhandels in Frage stellen könne.
Handelsverband GERA sieht Major-Fusionen kritisch
Der europäische Arm des internationalen Handelsverbands GERA kritisiert die angestrebten Fusionen der großen Plattenfirmen.






