Recorded & Publishing

Handelskette weist Vorwürfe zurück: 25 Records angeblich nicht gefährdet

Stefan Schmidt, Gründer der 25 Records KG, befindet sich auf der Suche nach neuen Partnern. Ein Ex-Mitarbeiter von 25 Records erklärte jedoch, dass er die Firma zur Insolvenz anmelden wolle.

Schmidt hatte bereits vor wenigen Tagen im Gespräch mit musikwoche.de Probleme des Unternehmens eingeräumt. Allerdings ist laut Schmidt die Überlebensfähigkeit von 25 Records gesichert. Er erklärt nun, er stehe in Verhandlungen mit potenziellen Investoren, darunter auch mögliche Partner aus der Tonträgerbranche. Einen Investor habe er bereits seiner Hausbank vorgestellt, die sich begeistert gezeigt habe. Neben einer Neueröffnung des derzeit geschlossenen Geschäfts am Berliner Flughafen Tegel plant 25 Records laut Schmidt außerdem weitere Shops, zum Beispiel im Bereich der Hackeschen Höfe in Berlin, bei entsprechenden Rahmenbedingungen aber auch in der Einkaufspassage Fünf Höfe im Zentrum Münchens. Eine neue Version der derzeitig abgeschalteten Homepage des Unternehmens unter der Adresse www.25records.de sei in Arbeit.

Als Reaktion auf den Bericht von musikwoche.de hatte sich mit Jörn Landmark ein früherer Mitarbeiter Schmidts zu Wort gemeldet. „Der ganzen Firma liegt eine gute Idee zu Grunde“, erklärte Landmark, kritisierte allerdings die Führungsstruktur. Landmark war laut eigenen Angaben bei 25 Records vom 1. Juni 2001 an angestellt, wurde aber bereits zum 30. Juni 2001 wieder freigestellt. Vor dem Hamburger Arbeitsgericht will er zwei rechtskräftige Urteile gegen die Firma durchgesetzt haben, ein weiteres Verfahren laufe noch.

Über seinen Anwalt, Dr. Precht Fischer von der Kanzlei von Döhren & Mohr, wollte Landmark zu Beginn der 30. Kalenderwoche Insolvenzantrag für 25 Records stellen. Bis zum 24. Juli hatte das Hamburger Insolvenzgericht allerdings kein Verfahren eröffnet. Stefan Schmidt wies die Darstellungen Landmarks entschieden zurück: Dem Mitarbeiter habe er auf Grund von Fehlverhalten gekündigt, ohne Einzelheiten nennen zu wollen. Sollte Landmark vor Gericht Recht bekommen, werde er die strittige Summe zahlen. Von der Insolvenz sei 25 Records dadurch in keiner Weise bedroht.