Der Handelsverband Musik & Medien (HAMM) will auch künftig Modelle wie das kürzlich von BMG getestete dreistufige Preissystem „mit vereinten Kräften“ unterstützen, erklärt HAMM-Geschäftsführerin Nina Krogmann. Grundsätzlich stehe der Handel innovativen Preismodellen positiv gegenüber. Allerdings wehren sich die HAMM-Mitglieder gegen vorgegebene Preisaufdrucke oder Aufkleber: „Dem Händler wird hier eine Kalkulation aufgezwungen, die er aufgrund seiner Kosten möglicherweise gar nicht darstellen kann“, kritisiert Krogmann. „Hinzu kommt, dass eine vorgegebene Preisauszeichnung gerade dazu einlädt, diese zu unterbieten.“
Zudem mahnt sie die Gleichbehandlung der Vertriebskanäle im digitalen Geschäft an. Hier müsse dem stationären Handel die Möglichkeit gegeben werden, seinen Kunden legale Downloads auf CD zu brennen: Diese Dienstleistung sei „als zusätzliches Angebot für den Handel sehr wichtig, zumal die Händler bei einer solchen Möglichkeit auch an Vorabveröffentlichungen von Downloads partizipieren könnten“, betont Krogmann. „Wenn ein Song noch nicht als physischer Tonträger vorliegt, könnte der Händler dem Endverbraucher den Song auf CD brennen, so wäre das geforderte Gleichgewicht aller Vertriebskanäle hergestellt, denn ein gleichzeitiger Zugang zu Neuheiten für alle Handelsformen könnte so gewährleistet werden.“ Um dem Kaufverhalten und den Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, suche man nun den Dialog mit den Industriepartnern.






