Recorded & Publishing

Handel fordert günstigere Preise für Musik-DVDs

Der Handelsverband Musik & Medien kritisiert die Preisgestaltung im DVD-Geschäft: Es sei den Kunden nicht zu vermitteln, warum eine ältere Konzertaufnahme teurer sei als ein aktueller Movie. Laut Müller-Manager Volkmar Neher seien für Musik-DVDs Preise unter 20 Euro wünschenswert.

Der HAMM – Handelsverband Musik & Medien kritisiert die Preisgestaltung im DVD-Geschäft. „Um Musik-DVDs erfolgreich vermarkten zu können, sind Aktionspreise zwischen 7,99 Euro und 9,99 Euro realistisch“, betont Volkmar Neher, Bereichsleiter Multi-Media bei Müller und HAMM-Vorstandsmitglied. „Letztendlich ist es für viele Kunden nicht plausibel, dass ein wenige Monate junger Blockbuster weniger als zehn Euro und manche über 20 Jahre alte Musikaufnahme das Dreifache kosten soll. Da wünschen wir uns eine dauerhafte und attraktive Preisgestaltung in Richtung deutlich unter 20 Euro für den gesamten Backkatalog“, ergänzt Neher.

Der HAMM fordert daher nun die Hersteller auf, die Preispolitik in diesem Segment zu überdenken, oder vermehrt Produkte in den Preissegmenten Midprice- und Budget anzubieten. „Ein Blick über den Tellerrand zu den anderen Medienbereichen ist hier zu empfehlen“, heißt es vom Handelsverband. Unterschiede auf der Rechteseite oder bei den Vermarktungswegen seien wichtige Argumente, die den Konsumenten aber nicht interessierten und deshalb nicht zu einem Stillstand im Markt führen dürften.