Das Live-Earth-Konzert in der Hamburger HSH-Nordbank-Arena am 7. Juli war aus wirtschaftlicher Sicht ein Flop. Die Veranstalter müssen mit einem Verlust in Höhe von fast einer Million Euro fertig werden. Die staatliche Hamburg Marketing GmbH, die als Organisatorin des Events auftrat, konnte nur 29.000 der 45.000 Eintrittskarten verkaufen. Unmittelbar nach dem Konzert war noch von 31.500 Zuschauern die Rede gewesen.
Mit dem Verkauf von Tickets und Merchandise-Ware sowie den Einnahmen aus Sponsoringverträgen setzten die Veranstalter rund 1,25 Millionen Euro um. Die Kosten beliefen sich gleichzeitig auf 1,45 Millionen Euro. Im Gespräch mit MusikWoche war Frank Ehrich, Pressesprecher des Benefizevents, vor einigen Tagen noch zuversichtlich, dass „bestimmt etwas übrig bleiben“ werde.
Neben dem operativen Minus schlägt sich vor allem eine Abgabe in Höhe von 750.000 Euro an die „Alliance for Climate Protection“, die weltweite Live-Earth-Initiative, negativ in den Büchern nieder. Dieser Betrag soll die Umweltbelastungen ausgleichen, die durch die Reisen und den Transport der Künstler und ihrer Entourage entstanden ist. Das neunstündige Konzert selbst wurde klimaneutral durchgeführt.





