Recorded & Publishing

Hallmark beschert James Taylor Platin

Die Rolle als Plattenhändler scheint sich für Grußkartenspezialist Hallmark auszuzahlen. Von einer exklusiv veröffentlichten Weihnachts-CD von James Taylor verkauften sich seit Anfang November eine Mio. Exemplare.

Nicht nur Kaffeeröster Starbucks kann gut CDs verkaufen, auch andere Handelsfirmen in den USA zeigen den Tonträgerläden die lange Nase. So scheint sich die Rolle als Plattenhändler auch für Grußkartenspezialist Hallmark auszuzahlen: Von einer exklusiv veröffentlichten Weihnachts-CD von James Taylor lieferte die Zentrale seit Anfang November eine Mio. Exemplare an über 4000 Filialen aus. Da die Zweigstellen einmal ausgelieferte Ware nicht retournieren können, gilt die Erstauflage von „James Taylor: A Christmas Album“ somit als verkauft und hat damit faktisch Platin-Status erreicht.

Hallmark-Managerin Ann Herrick bestätigte der „Los Angeles Times“, dass tatsächlich fast alle Platten Käufer gefunden hätten. Charts-Ermittler Nielsen SoundScan kann dies allerdings nicht bestätigen, da Hallmark aufgrund seiner zu kleinen Musikauswahl nicht zum Erfassungskreis zählt. Offiziell ist demnach Clay Aikens X-Mas-Album der diesjährige Knaller unter den CDs mit Festtagsmusik.

NTO-Geschäfte entwickeln sich für Tonträgerfirmen immer deutlicher zum lohnenden Sondervertriebsweg: So erreichte Starbucks unlängst beim Verkauf des posthumen Duett-Albums von Ray Charles einen Marktanteil von 27 Prozent. Und das bei einem Preis, der mit 15,95 Dollar über dem Durchschnitt von Fachhandelsketten lag. Und auch in Fachgeschäften für anspruchsvolle Damenunterbekleidung (Victoria’s Secret) oder in modernen Einrichtungshäusern (Pottery Barn) gibt es nun exklusive CD-Auflagen.

Mehr zum Thema