Recorded & Publishing

„Halbvoll, nicht ­halbleer“ – MusikWoche-Umfrage zur Jahresbilanz 2024

Angesichts all der gesellschaftlichen Nöte und politischen Turbulenzen holt MusikWoche zum Jahresende ein Stimmungsbild ein und fragte: 1/2 Cappuccino oder bling bling? Was hat Ihnen das Jahr 2024 aus musikwirtschaftlicher Perspektive gebracht? Das Gesamtwerk erscheint als digitales Doppelalbum, hier die Seite D.

Guido Evers und Tilo Gerlach, Geschäftsführer der GVL: Das Jahr 2024 hat erneut verdeutlicht, wie wichtig nachhaltige und verlässliche Strukturen für die Akteurinnen der Musikwirtschaft sind – eine Erkenntnis, die auch die 2024 veröffentlichte dritte Auflage der Musikwirtschaftsstudie untermauert. Diese zeigt nicht nur die enge Verzahnung und wirtschaftliche Bedeutung der Branche, sondern auch ein erfreuliches Umsatzwachstum. Die GVL hat mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zu dieser positiven Entwicklung geleistet. Gleichzeitig müssen wir anerkennen, dass die Herausforderungen innerhalb der Branche zunehmen. Während es insgesamt aufwärts geht, wird die Schere zwischen wirtschaftlich erfolgreichen Akteurinnen und denjenigen, die gerade so über die Runden kommen, immer größer. Besonders ausübende Künstlerinnen stehen häufig unter erheblichem finanziellen Druck: So liegt das Jahreseinkommen bei KSK-pflichtigen Interpretinnen bei lediglich 15.220 Euro, größere Künstlerinnen werden jedoch in dieser Statistik nicht erfasst. Rund 14 Prozent des Einkommens stammen im Schnitt aus Ausschüttungen von Verwertungsgesellschaften wie der GVL – eine Unterstützung im zunehmend diversifizierten Einnahmenmix, die für viele Künstlerinnen unverzichtbar ist.

Neugierig?

Jetzt als Abonnent anmelden und weiterlesen.

Du hast noch kein Abo? Dann hol dir jetzt das Digitalabo für nur 39,90 Euro pro Monat.

Anmelden