Ein Vorstandstreffen der deutschen Phonoverbände brachte am 20. September die Bestätigung: edel-Chef Michael Haentjes will das Ruder bei der Branchenorganisation übernehmen und stellt sich auf der Mitgliederversammlung der Branchenorganisation Ende Oktober der Wahl zum Vorsitzenden. „Der Vorstand hat bereits heute beschlossen, dass der künftige Vorsitzende ehrenamtlich tätig sein wird, und wird der Mitgliederversammlung Herrn Michael Haentjes, Vorstand edel AG, vorschlagen“, heißt es dazu aus Berlin.
Der bisherige Amtsinhaber Gerd Gebhardt kandidiert dagegen „nach vier erfolgreichen Jahren“ nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden. Er stehe damit „auf eigenen Wunsch für eine dritte Amtszeit nicht zur Verfügung, wird aber der Branche auch in Zukunft verbunden bleiben und als Executive Producer den Echo verantworten und eigene Projekte verfolgen können“, ergänzen die Phonoverbände. Der 30 Jahre in leitenden Positionen in der Phonowirtschaft aktive Gebhardt wird auch „Vater des Echo“ genannt, seit er 1991 in Zusammenarbeit mit dem Vorstand der Phonoverbände den seit 1992 verliehenen Musikpreis mit ins Leben rief.
„Der Vorstand der Phonoverbände hat die Entscheidung von Gerd Gebhardt mit Bedauern zur Kenntnis genommen und dankt ihm für sein überragendes Engagement. In seine Amtszeit fiel u.a. die wichtige Änderung des Urheberrechtsgesetzes. Als erstem hauptamtlichen Verbandsvorsitzenden gelang es ihm, die politischen Kontakte der Phonoverbände maßgeblich zu intensivieren.“






