Recorded & Publishing

GZ und Warner Music schreddern zu Testzwecken 10.000 Schallplatten

Welchen Einfluss hat der Einsatz von Recycling-Materialien in der Fertigung von Vinyl-Schallplatten auf den Hörgenuss? Um diese Frage zu beantworten, lancierte das GZ-Presswerk in Zusammenarbeit mit Warner Music und den Abbey Road Studios eine Art musikalische Blindverkostung.

“Giving Vinyl A Second Life Without Compromising Sound“, unter diesem Motto präsentierte das Team des tschechischen Presswerks GZ Media jüngst unter anderem via Linkedin eine Studie zu Fragen rund um Nachhaltigkeit und Recycling in der LP-Fertigung. Für die Versuchsreihe schredderte man zunächst 10.000 unverkaufte Schallplatten aus Überbeständen von Warner Music. Anschließend wurden die so gewonnenen Recycling-Materialien in zuvor festgelegten Mengen für neue Pressungen verwendet, entsprechend der Beimischung gekennzeichnet und für Hörtests eingesetzt. 

Unterm Strich, so meldet GZ Media in einer Zusammenfassung der Ergebnisse, lasse sich „wiedergewonnenes Material erfolgreich in neue Pressungen in handelsüblicher Qualität integrieren“, und zwar „unter Beibehaltung der Klangqualität und der Produktionsstandards, die bei heutigen physischen Veröffentlichungen erwartet werden“. Zudem habe der Einsatz von Recycling-Materialien die Emissionen unter den Bedingungen des Tests um etwa zehn Prozent reduziert. In einem 25 Seiten starken Paper, das GZ Media auf einen Onlineseiten zum Download bereithält, erläutern Madeleine Smith (Senior Director ESG, WMG, Miriam Lessar (Vice President Global Release Management, WMG) und Vladimír Víšek (Head of Sustainability, GZ), die Versuchsanordnung, Umsetzung, Blindverkostung und Ergebnisse des Tests ausführlicher.