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GVL blieb 2025 auch dank Kostensenkung unterm Strich stabil

Zur Gesellschafter- und Delegiertenversammlung am 10. Juni veröffentlichte die GVL auch den Geschäftsbericht für das Jahr 2025. Zwar konnte man sich auf Ertragsseite nicht signifikant steigern, den Kostensatz konnte die Gesellschaft für Leistungsschutzrechte derweil allerdings um knapp sechs Prozent senken.

Die Ertragslage der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) pendelte sich 2025 auf ähnlichem Niveau ein wie schon 2024. In ganzen Zahlen stiegen die Einnahmen um 50.000 Euro an, was bei Gesamterträgen von 257,927 Millionen Euro keine prozentuale Entwicklung ausmacht.

„Die Berechtigten der GVL verlassen sich darauf, dass wir Rechte wirksam wahrnehmen und Vergütungen zuverlässig ausschütten“, fassen die Geschäftsführer Guido Evers und Tilo Gerlach ihren Auftrag zusammen. Deshalb freue man sich besonders, dass man das Ertragsniveau „auch in einem wirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld halten“ konnte. Das Geschäftsjahr 2025 zeige: „Die GVL steht auf einer stabilen Grundlage und kann ihren Auftrag, zur wirtschaftlichen Existenz von Künstler:innen und Hersteller*innen beizutragen, konsequent erfüllen.“

Im Segment Sendevergütungen für Radio, TV und Weitersendung beliefen sich die Einnahmen der GVL auf 117 Millionen Euro. Damit liegt man 18 Prozent oder 17,86 Millionen Euro über dem Vorjahresergebnis. Die Verantwortlichen führen dies auf die neu verhandelten Tarifverträge und Nachzahlungen für zurückliegende Bemessungszeiträume zurück. Die Einnahmen aus öffentlichen Wiedergaben stiegen derweil um 6,4 Prozent auf 51,4 Millionen Euro an.

Im Bereich Vervielfältigungsrechte mussten die Verantwortlichen der GVL etwas zurückstecken: Hier gingen die Einnahmen um 25,2 Prozent zurück und lagen bei noch 65,8 Millionen Euro. Die Verwertungsgesellschaft führt dies auf Sonderzahlungen im Vorjahr zurück, die 2025 ausblieben. Der in diesem Segment ebenfalls erfasste Bereich Privatkopie machte ganze 63,1 Millionen Euro aus – 1,8 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die Einnahmen von ausländischen Verwertungsgesellschaften weist man bei der GVL mit 9,8 Millionen Euro aus.

Was die Gesellschafter und Aufsichtsräte der GVL besonders freuen dürfte: Der Verwaltungsaufwand konnte von 25,17 Millionen Euro auf nun noch 23,69 Millionen Euro gesenkt werden. Dadurch steht hier ein prozentuales Minus von 5,9 Prozent zu Buche, der Kostensatz sank somit von 9,8 auf 9,2 Prozent. Mit Gesamtaufwendungen, inklusive Verwaltungsaufwand, in Höhe von 38,09 Millionen Euro ergibt sich unterm Strich ein Verteilungsbetrag von 219,84 Millionen Euro, den die GVL auf die insgesamt 185.021 Berechtigten, rund 5000 mehr als im Vorjahr, verteilte.

Am 10. Juni veranstaltete die GVL zudem die zweite Ausgabe des Netzwerktreffens GVL Live. Rund 200 Gäste fanden sich im Harnack-Haus in Berlin zusammen. „Der Abend hat gezeigt, wie wertvoll der persönliche Dialog ist und bleibt. GVL Live ist für uns ein wichtiger Baustein, um auch in den Jahren zwischen den Berechtigtenversammlungen sichtbar und ansprechbar zu sein“, so Gerlach und Evers. „Die Veranstaltung schafft einen Rahmen, in dem wir zuhören, Einblicke in unsere Arbeit geben und gemeinsam über die Themen sprechen können, die unsere Berechtigten und Partner:innen bewegen.“

Tauschten sich bei GVL Live aus (von links): MusikWoche-Verleger Carsten Stricker, Florian Drücke (Vorstandsvorsitzender BVMI & Aufsichtsrat GVL) sowie Juliane Fiedler (Leiterin Kommunikation GVL). Foto: Sven Serkis