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Gute „Now!“-Zahlen helfen US-Branche nicht aus Sommerloch

Während der amerikanische Hochsommer die Verkaufszahlen insgesamt weiter purzeln lässt, sorgt zumindest eine Hit-Kopplung dafür, dass die Stimmung im Tonträgerhandel nicht vollends verdirbt. Die 19. Ausgabe von „Now!“ setzt sich mit einem eindrucksvollen Erstwochenergebnis an die Charts-Spitze.

Während der amerikanische Hochsommer die Verkaufszahlen insgesamt weiter purzeln lässt, sorgt zumindest eine Hit-Kopplung dafür, dass die Stimmung im Tonträgerhandel nicht vollends verdirbt. Die 19. Ausgabe von „Now That’s What I Call Music!“ setzt sich mit einem eindrucksvollen Erstwochenergebnis an die Charts-Spitze. Die Compilation mit Hits von Coldplay, Gwen Stefani, The Killers und Gorillaz setzte in den sechs Tagen bis zum 24. Juli 436.000 Exemplare ab und erzielt damit sogar noch einen deutlich besseren Start als „Now! 18“ im März.

Abgeschlagen auf Platz zwei aber dafür seit Wochen in den Top-Rängen findet sich Mariah Carey wieder, die von „The Emancipation Of Mimi“ weitere 90.000 Stück verkaufen konnte. Dritter ist R. Kelly mit 83.000 Einheiten von „TP.3 Reloaded“, gefolgt von Coldplay mit 81.000 Verkäufen von „X & Y“. 20.000 Kopien weniger schicken Bow Wow und „Wanted“ auf Rang fünf, wo ihn nur 1000 CDs vom „Monkey Business“ der Black Eyed Peas trennen. Ihren höchsten Charts-Einstieg seit mehr als 30 Jahren schafft Carly Simon auf Position sieben, die von „Hotcake“ 58.000 Exemplare verkauft und damit ihr bestes Ergebnis seit dem Beginn der Charts-Erfassung durch SoundScan im Jahr 1991 erzielt.

Ebenfalls so gut wie nie ist das Gospel-Duo Mary Mary auf Platz acht, das von seinem gleichnamigen Album 57.000 Units verkaufen konnte. Die beiden Sängerinnen hatten vor fünf Jahren mit „Shackles“ auch in Deutschland einen Hit. Zurück in den Top Ten sind die Gorillaz auf Rang neun mit 56.000 Verkäufen von „Demon Days“ und die Foo Fighters auf zehn mit 53.000 verkauften CDs von „In Your Honor“.

Unterm Strich hat die US-Branche erneut eine schwache Woche hinter sich. 10,1 Mio. verkaufte Alben bedeuten ein Minus von 0,9 Prozent im Vergleich zur Vorwoche und sind gleichzeitig 10,5 Prozent weniger als in der Vergleichswoche aus dem Jahr 2004. Seit Jahresanfang setzte die Branche knapp unter 314 Mio. Alben ab, womit das kumulierte Minus derzeit bei 7,8 Prozent liegt.

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