Recorded & Publishing

Grouper bietet Universal die Stirn

Die von Universal Music wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen verklagte Firma Grouper Networks hat dem Gericht eine juristische Stellungnahme übermittelt. Man bewege sich im Rahmen der Gesetze, so das Videosharingportal. Universal sieht das anders.

Die Mitte Oktober von der Universal Music Group (UMG) wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen verklagte Firma Grouper Networks hat dem zuständigen Gericht in Los Angeles eine juristische Stellungnahme übermittelt. Man bewege sich mit seinem Angebot im Rahmen der Gesetze, so das Videosharingportal. Grouper sieht sich als Anbieter einer Onlinedienstleistung, die unter dem Digital Millenium Copyright Act (DMCA) geschützt ist.

Die Firma legte in ihrer Eingabe vor Gericht auf die Feststellung Wert, dass „Grouper keine Website ist, die zur Piraterie anstiftet, diese bewirbt oder fördert“. Daher sei dieser Fall völlig anders gelagert als die von der UMG in ihrer Klage genannten Präzedenzfälle Napster, Aimster und Grokster.

Bei Universal sieht man die Lage natürlich völlig anders. Grouper unterhalte genauso wie die ebenfalls von der UMG verklagten Websites Bolt.com oder MySpace einen zentralen Server, auf den die Nutzer ihre Inhalte laden. Bevor die Clips online wiedergegeben werden, müssten sie erst umformatiert werden. Damit sei der Tatbestand der Urheberrechtsverletzung erfüllt, da dies eine vorsätzliche Tat, ein illegaler Vertrieb, sei. „Der Zweck dahinter ist der Aufbau eines Geschäftsmodells, das sich aktiv am Urheberrechtsmissbrauch beteiligt und bereichert.“ Die beklagten Dienste seien keineswegs die „passive Datenleitung“, die im DMCA geschützt ist.

Doch Grouper hält dagegen, dass man derzeit am Einsatz eines modernen und robusten Datenfilters arbeite, der die Website vor illegalen Uploads der Nutzer schützen soll. Außerdem verweist das Unternehmen darauf, dass man in der Vergangenheit immer auf die Beschwerden der Rechteinhaber eingegangen sei und auf Anfrage die strittigen Inhalte von den Servern gelöscht habe.

Grouper gehört seit Ende August zu Sony Pictures Entertainment (SPE), das Studio hatte 65 Mio. Dollar in die Akquise investiert und wurde bislang nicht in der Klage genannt. Ein Verhandlungstermin steht derzeit noch nicht fest.

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