“Wir sind der Ansicht, dass Udio und Suno Werke von Millionen unabhängiger Künstler:innen in eklatanter Weise gestohlen und dabei gegen die Nutzungsbedingungen der Online-Plattformen verstoßen haben“, begründet Steve Berman, Managing Partner und Co-Founder von Hagens Berman, seinen Eintritt in die Sammelklagen.
Mit dieser Aussage erzählt der Anwalt natürlich nichts Neues. Dieser Sammelklage haben sich nach eigenen Angaben bereits 1300 Menschen angeschlossen. Zudem laufen Verfahren der großen Major-Labels sowie einiger Verwertungsgesellschaften wie der GEMA gegen Suno oder ähnliche Unternehmen.
Bislang sind die KI-Unternehmen allerdings noch nie groß zur Kasse gebeten worden und besonders in den USA ist die Rechtslage zwischen Fair-Use-Praktiken oder der Legitimität vom sogenannten Stream-Ripping noch immer unklar.
„Udio und Suno haben versucht, ihre Urheberrechtsverletzung hinter fadenscheinigen Fair-Use-Argumenten zu verbergen, die unserer Meinung nach angesichts ihres Verhaltens nicht stichhaltig sind, und unser Team freut sich darauf, gemeinsam mit Delgado Entertainment Law die Rechte der Künstler:innen zu verteidigen“, so Berman in einem Pressestatement.
Der Eintritt von Hagens Berman in das Vorgehen gegen die beiden KI-Unternehmen Suno und Udio hat einiges an Gewicht: Die Kanzlei ist US-weit bekannt dafür, Sammelklagen voranzubringen. Ende der 1990er-Jahre war es ebenjener Steve Berman, der den großen Tabakkonzernen gemeinsam mit den Staatsanwälten einiger US-Bundesstaaten laut eigenen Angaben über 260 Milliarden Dollar abringen konnte.
Ursprünglich reichte der Musiker Tony Justice mit seinem Label 5th Wheel Records die Klage ein, später schaltete sich Krystle Delgado mit ihrer Firma Delgado Entertainment Law als führende Rechtsvertretung der mittlerweile über 1300 Menschen ein.







