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Großbritannien plant Verlängerung der Leistungsschutzrechte

Die britische Regierung plant, die Ablaufsfrist der Leistungsschutzrechte für Musikaufnahmen erheblich auszuweiten. Das Kabinett Blair erwägt laut Medienberichten, für britische Produktionen eine Anhebung des Leistungsschutzes von bislang 50 Jahren auf 95 Jahre wie in den USA.

Die britische Regierung plant, die Ablaufsfrist der Leistungsschutzrechte für Musikaufnahmen erheblich auszuweiten. Das Kabinett Blair erwägt laut Medienberichten, für britische Produktionen eine Anhebung des Leistungsschutzes von bislang 50 Jahren auf 95 Jahre wie in den USA. Der zuständige Minister James Purnell soll die Pläne noch in dieser Woche der Öffentlichkeit vorstellen.

Die Diskussion um die Leistungsschutzrechte kam im letzten Jahr in Gang, nachdem in Europa die Rechte an den frühen Aufnahmen von Elvis Presley wie „That’s All Right, Mama“ abliefen. Das gleiche Schicksal droht bereits in sieben bis acht Jahren den frühen Hits der Beatles und der Rolling Stones. Dem will die Blair-Administration offenbar einen Riegel vorschieben – um der einheimischen Musikindustrie Einnahmen zu sichern, die sie zur Förderung des musikalischen Nachwuchses nutzen soll. „Das Aufspüren von Talent und Künstlern ist teuer“, erklärte Minister Purnell. „Es ist allgemein verbreitete Meinung, dass wir Langzeitrechte für Musik brauchen, damit die Plattenfirmen dieses Geld für die Talentfindung anlegen können“, so Purnell.

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