Erst kürzlich hatten die Betreiber der Streamingplattform Grooveshark den Abschluss der langjährigen Auseinandersetzungen mit EMI Music Publishing verkündet, nun wollen sie sich auch mit Sony/ATV geeinigt haben: Man habe einen Vergleich und ein Lizenzabkommen unterzeichnet, lässt das Unternehmen verlauten. Damit seien alle bisherigen Streitfälle zwischen beiden Parteien beigelegt. EMI Music Publishing zählt nach der Übernahme durch ein Sony-Konsortium inzwischen zu Sony/ATV.
Grooveshark blickt auf eine lange Historie von Rechtsstreitigkeiten mit der Musikbranche und Playern wie Universal Music, Warner Music oder EMI sowie den großen Musikverlagen zurück. Die Musikunternehmen warfen den Betreibern von Grooveshark dabei meist Vertragsbruch und Urheberrechtsverletzungen vor.
Das Modell von Grooveshark basiert darauf, dass Nutzer Songs auf die Plattform hochladen können, die von dort wieder kostenlos per Stream anzuhören sind. Trotz einzelner Lizenzdeals operiert der Dienst allenfalls im Graubereich, erfreut sich allerdings bei den Nutzern dennoch einer gewissen Beliebtheit: So lag Grooveshark laut einer Untersuchung der US-amerikanischen NPD-Marktforscher aus dem Frühjahr 2013 mit einem Marktanteil von rund drei Prozent auf dem vierten Platz der beliebtesten Streamingdienste – hinter Pandora, iHeartRadio und der werbefinanzierten Spotify-Version .
Zuletzt hatte der Suchmaschinengigant Google das Unternehmen Grooveshark auf eine schwarze Liste für seine Autocomplete-Funktion gesetzt.






