Herbert Grönemeyer fordert einen Ausbau des Musikunterrichts an deutschen Schulen: Man müsse in diesem Bereich „die Schlagzahl erhöhen, am besten verdoppeln“, sagt der Musiker in der kommenden Ausgabe der „Zeit“. „Das sind wir uns schuldig, wenn wir uns selbst so gern als Kulturnation preisen.“
Damit greift Grönemeyer den deutschen Musikverbänden bei einer ihrer Hauptforderungen unter die Arme. Allerdings müsse man auch qualitative Kriterien anlegen: „Lieber keinen Musikunterricht als schlechten. Schlechter Musikunterricht ist ein Verbrechen.“ Die Schüler erreiche man am besten mit ihrer eigenen Musik, zudem seien auch Besuche von Konzerten nötig.
Als Vorsitzender der Deutschen Phono-Akademie hatte Michael Haentjes erst kürzlich in seiner Grußansprache zur Verleihung des Echo Klassik größeren Einsatz für besseren Musikunterricht gefordert: Rund 80 Prozent aller Unterrichtsstunden im Fach Musik fallen derzeit aus, mahnte Haentjes damals. Zuvor hatten sich unter anderem die Bonner Musikverbände rund um DMV und GDM oder Thomas M. Stein (JWP) in musikpädagogischen Fragen engagiert.






