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„Grey Album“ mausert sich zum Hit

Die Organisatoren des sogenannten „Grey Tuesday“ zogen eine positive Bilanz ihres Aufrufs zum zivilen Ungehorsam; Musikfans luden demnach über 100.000 Kopien des „Grey Albums“ am 24. Februar auf ihre Rechner.

Die Aktivistengruppe Downhill Battle, Organisatoren des sogenannten „Grey Tuesday“, zog eine positive Bilanz ihres Aufrufs zum zivilen Ungehorsam. Musikfans luden demnach am 24. Februar mehr als 100.000 Kopien des von DJ Danger Mouse gemixten „Grey Albums“ auf ihre Rechner. In Ländern wie Großbritannien und Deutschland würde das Goldstatus bedeuten. Insgesamt beteiligten sich mehr als 170 Websites an der Download-Aktion. Zuvor hatte EMI Recorded Music den Vertrieb des Bastard-Pop-Mixes aus dem „Black Album“ des Rappers Jay-Z und des „White Albums“ der Beatles untersagt. Unterdessen erklärte DJ Danger Mouse, dass er zu keinem Zeitpunkt beabsichtigte, das Copyright-Gesetz zu verletzen. Brian Burton, so der bürgerliche Name des DJs, hatte eigenen Angaben zufolge nur ein „kleines Untergrund-Kunstprojekt“ für Freunde und Bekannte im Sinn. Auch Jay-Zs Label Roc-A-Fella sieht die Sache gelassen: Labelchef Damon Dash erklärte zwar, dass eine ordentliche Genehmigung hätte eingeholt werden müssen, fügte aber vom Ergebnis begeistert hinzu: „Es ist heiß. Es sind die Beatles. Es sind zwei große Legenden zusammen.“

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