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Grammys lassen US-Händler etwas aufatmen

In der bislang besten Verkaufswoche des Jahres schafft Norah Jones den Sprung zurück an die Spitze der US-Charts. Die Valentinstagsromantiker und Grammy-Fans bescherten manchen Titeln enorme Zuwächse.

In der bislang besten Verkaufswoche des Jahres schafft Norah Jones den Sprung zurück an die Spitze der US-Charts. Die Valentinstagsromantiker und Grammy-Fans bescherten manchen Titeln enorme Zuwächse. Dank weiterer 211.000 Verkäufe von „Not Too Late“ klettert Norah Jones zurück auf Platz eins, obwohl sie nach drei Wochen im Handel nochmal Federn lassen musste. 853.000 Einheiten hat EMI von seinem aktuellen Hoffnungsträger erst abgesetzt. Die Erstauslieferung beinhaltete die doppelte Menge an CDs.

Unterdessen feiert Gerald Levert posthume Erfolge. Das Album „In My Songs“ des im letzten Jahr verstorbenen R&B-Stars wollten in der ersten Woche 165.000 Fans haben – die beste Verkaufswoche für Levert seit Einführung der SoundScan-Messung im Jahr 1991. Auf Rang drei steigert sich die Kopplung „Grammy Nominees 2007“ mit 131.000 Verkäufen und einem Absatzplus von 116 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Ebenfalls gut im Saft dank ihrer Grammy-Teilnahme steht Corinne Bailey Rae, deren Debütalbum um 132 Prozent zulegte und sich mit 120.000 Exemplaren auf Position vier verbessert.

Tausend Stück weniger befördern Fall Out Boy nach einer Woche an der Spitze mit „Infinity On High“ an die fünfte Stelle, gefolgt von Robin Thicke und seinen 116.000 Kopien von „The Evolution Of Robin Thicke“. 123 Prozent und drei Plätze gut macht Justin Timberlake mit weiteren 108.000 Einheiten von „FutureSex/LoveSounds“ im Gepäck.

Doch den stärksten Schub durch die Grammys erfuhren die Dixie Chicks. Ihr Album „Taking The Long Way“ verkaufte nach fünf Auszeichnungen 714 Prozent mehr als in der Woche davor und springt von 72 auf Platz acht. Neunter ist Chris Daughtry mit weiteren 102.000 Exemplaren von „Daughtry“, gefolgt von John Mayer, dessen „Continuum“ nach der Grammy-Show um 182 Prozent zulegte und von 29 auf zehn steigt.

Ebenfalls Grammy-Profiteure sind unter anderem die Red Hot Chili Peppers mit einer Absatzsteigerung von 194 Prozent für „Stadium Arcadium“, was für den Aufstieg von 39 auf zwölf reicht, und Gnarls Barkley, die 192 Prozent mehr von „St. Elsewhere“ verkauften und von 111 auf 44 klettern.

Doch auch wenn elf Millionen Albumverkäufe in Zeiten der Flaute eine gute Woche und einen Zuwachs um 12,7 Prozent bedeuten, liegt die US-Branche nach fast zwei Monaten immer noch deutlich im Minus. Den Absatzzahlen seit Neujahr fehlen im Jahresvergleich 15 Prozent.

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