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Gorny erwartet Renaissance des Musikfernsehens

Dieter Gorny rechnet in den kommenden Jahren mit einer „Wiedergeburt des wahren Musikfernsehens“. Mit seiner Rede eröffnete der Viva-Erfinder am 19. April in Braunschweig eine Vortragsreihe der Konferenz Forward2Business.

Dieter Gorny rechnet in den kommenden Jahren mit einer „Wiedergeburt des wahren Musikfernsehens“. Mit seiner Rede eröffnete der Viva-Erfinder am 19. April in Braunschweig die von Forward2Business veranstaltete Vortragsreihe „Zukunftsuniversität“.

Wenn demnächst TV-Programme über Internet auf die Wohnzimmerfernseher übertragen würden, sei mit einer „Fernsehrevolution“ zu rechnen, erklärte Gorny, der heute als stellvertretender Vorstandsvorsitzender dem Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft vorsteht. Dies führe dazu, dass kleinere Zuschauermilieus ansteuerbar würden und dadurch viele kleine Spartensender wirtschaftlich existieren können. Solche würden wieder Musikvideos in hoher Rotation zeigen, prognostizierte Gorny.

Durch die Digitalisierung würde sich zudem das Machtverhältnis von Sendern und Inhaltelieferanten künftig umkehren. Das sei eine Entwicklung, die von den gegenwärtig etablierten Fernsehsendern nicht ausreichend berücksichtigt werde. „Die Player der Zukunft verknüpfen die Bereiche Computer, Games, Fernsehen und Telekommunikation miteinander, erklärte Gorny. „Ich habe den Eindruck, die etablierten Fernsehmacher müssten wie einst die Musikindustrie erst ihre Umsätze halbieren, um dann zu sagen ‚Jetzt fangen wir wirklich mal von vorn an‘.“

Am 13. und 14. Juni findet im Rosengarten der Burg Giebichenstein in Halle an der Saale der diesjährige Forward2Business-Branchentreff statt. Auf der Agenda steht diesmal die Zukunft der Musikindustrie, des Radios und des Fernsehens. Als Referenten haben sich bisher unter anderem Alexander Duphorn, Senior Vice President Viacom/MTV, Jan Geißler von Vodafone und Alexander Stricker, Managing Director Charamel, angekündigt. „Ich bin mir sicher, dass Programm und Inhalt des Kongresses einen detaillierten Blick in die nahe Zukunft geben werden und somit eine intensive Diskussion über die Geschäftsmodelle der Zukunft ermöglichen“, erklärte der Leiter des Forward2Business-Zukunftskongresses Sven Gábor Jánszky.

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