Recorded & Publishing

Google erteilt Downloadshop eine Absage

Die seit Monaten immer wieder kursierenden Gerüchte über einen Einstieg von Google ins Musikdownloadgeschäft werden sich wohl nicht bewahrheiten. Im Rahmen der NARM-Jahrestagung der US-Händler machte Googles Entwicklungschef deutlich, dass es keinen „Google Tunes“-Onlineshop geben werde.

Die seit Monaten immer wieder kursierenden Gerüchte über einen Einstieg von Google ins Musikdownloadgeschäft werden sich wohl nicht bewahrheiten. Im Rahmen der NARM-Jahrestagung der US-Tonträgerhändler machte ein führender Google-Vertreter deutlich, dass es keinen „Google Tunes“-Onlineshop geben werde.

Chris Sacca, Head of Business Development, sagte in seiner Keynote: „Wir werden keine Musik verkaufen.“ Nach der Einführung von Google Video war in Musikbranchen- und Technologiekreisen spekuliert worden, wann der Suchmaschinenmarktführer auch ein Konkurrenzprodukt zu iTunes, Napster und Musicload einführen würde. Im Januar rechnete ein Bear-Stearns-Analyst noch zur Jahresmitte mit diesem Downloadshop. Zudem gab es in der Vergangenheit Gerüchte über eine Übernahme von Napster oder Loudeye.

Doch aus all diesen Gedankenspielen wird nun vorerst nichts. Sacca erklärte, sein Arbeitgeber befände sich ja ohnehin bereits im Musikgeschäft. „Wir sind die Ergänzung zur Offline-Welt. Nachdem sie Gnarls Barkley gehört haben, gehen die Menschen als nächstes online und informieren sich via Google über den Act.“

Als Grund für den Rückzieher von Google gilt u.a. die anhaltende Inkompatibilität der diversen DRM-Systeme und Digitalplayer. Die eigentliche Aufgabe im Digitalgeschäft liegt nach Ansicht Saccas in der Bereitstellung eines Ökosystems, das Kunden den Umgang mit Musik und die Bedienung der neuen Technologien erleichtert, und das es Musikfans ermöglicht, ihre Musik von zu Hause mit ins Auto zu nehmen und von einer Plattform auf die andere zu übertragen. Ob Google dabei eine Rolle spielen will, ließ Sacca indes offen.

Mehr zum Thema