UK-Branchenveteran Harvey Goldsmith blickt skeptisch auf die gegenwärtige Praxis im Konzertgeschäft. Es finde eine „schleichende Konzernisierung“ statt, erklärte er im Rahmen der Preisverleihung des Music Industry Trusts‘ Award 2006 in London. Goldsmith erhielt die diesjährige Auszeichnung für seine prägende Rolle im Live-Sektor in den letzten 40 Jahren.
„Es geht nur noch ums Geld und nicht mehr um kreatives Gedankengut“, beklagte Goldsmith vor den zahlreich erschienenen Branchenvertretern, darunter Universal-Chef Lucian Grainge, EMI-Boss Eric Nicoli, IFPI-Chairman John Kennedy sowie die Musiker Bob Geldof, Bruce Springsteen und Luciano Pavarotti. Er habe das Gefühl, dass die Branche in einer Art „Selbstgefälligkeit“ erstarre.
Der Music Industry Trusts‘ Award wurde in diesem Jahr zum 15. Mal vergeben. The-Who-Sänger Roger Daltrey überreichte Goldsmith die Auszeichnung im Rahmen eines feierlichen Gala-Dinners. Der Erlös der Veranstaltung, rund 250.000 Pfund, fließt für karitative Zwecke an die Nordoff-Robbins Stiftung sowie den BRIT Trust. Goldsmith sammelte im Laufe seiner langjährigen Karriere selbst mehrere Millionen Pfund für karitative Organisationen wie den Prince’s Trust und den Teenage Cancer Trust.






