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Glückwünsche: Freunde und Weggefährten gratulieren Wolf D. Gramatke zum 65.

Er wechselte 1989 aus der Film- und Videobranche in die Musikwirtschaft ein und formte die damalige PolyGram zum schlagkräftigen und ertragreichen Marktführer. Nach elf Jahren verließ Wolf-Dieter Gramatke das Unternehmen, das inzwischen Universal Music hieß, um sich mit seiner Firma Great-Minds Consultants als Berater selbstständig zu machen. Sein Wirken hinterlässt bleibende Eindrücke, wie die folgenden Grußbotschaften zu seinem 65. Geburtstag am 26. Dezember zeigen.

Frank Behrendt, Vorstand fischerAppelt AG: Für mich war seinerzeit die Musikbranche komplettes Neuland in meiner Berufs – karriere. Als ich dann 1998 meinen Geschäftsführer- Job beim traditionsreichen Kinderlabel Karussell antrat, war mein Chef Wolf-D. Gramatke. „Der Präsident“. Er war genau so, wie ich mir einen mächtigen Musikmanager vorgestellt hatte. Besser hätte man ihn auch in einer TV-Serie über die Branche nicht besetzen können. Wolf-D. Gramatke ist ein Klasse- Typ, und ich hab‘ viel von ihm gelernt. Was ich besonders bemerkenswert fand: Er hat mich machen lassen. Ich durfte neue Ideen umsetzen und gestalten. Es gab Lob, wenn ein smarter Deal gemacht wurde, und als ich die von meinem Vorgänger als Konferenzraum eingerichtete „Friesen – stube“ kurzerhand abreißen ließ, um ein Zeichen des Neuanfangs zu setzen, war das auch okay. Und die stylische blaue Couch, die ich stattdessen anschaffte, hat Wolf mir später zum Abschied geschenkt. Sie steht heute im Kinderzimmer meines Sohnes Josh. Später, als ich in die Fernsehwelt zu RTL gewechselt war, habe ich Wolf auf Mallorca – seiner zweiten Heimat – mehrfach wieder getroffen. Gutgelaunt und braungebrannt saß er dann in Porto Colom am Hafen und freute sich des Lebens. Auch da passt er hin wie kein Zweiter. Inzwischen arbeite ich für eine Hamburger Agenturgruppe und gehe zum gleichen Friseur wie das Geburtstagskind. Und Nick, unser gemeinsamer Friseur im Salon Moebius in der Ferdinandstraße, unweit des legendären Polygram-Headquarters am Glockengießerwall, sagt dann immer: „Gramatke war da. Unverändert. Der Typ wird einfach nicht älter.“ So soll es bleiben, und daher die allerherzlichsten Glückwünsche zum 65. Geburtstag, lieber Wolf. Du warst, bist und bleibst EINER WIE KEINER! Frank Briegmann, President Universal Music Deutschland, Österreich, Schweiz und Deutsche Grammophon: Wolf ist ein Charakterkopf und legendärer Netzwerker unter den deutschen Medienmanagern. Er stand an der Spitze von Universal Music, als das Unternehmen noch PolyGram hieß, und hat in seiner Zeit bereits das Fundament für die spätere Marktführerschaft gelegt. Im Lauf seiner Karriere hat er Entscheidendes zum Erfolg gleich mehrerer bedeutender Unternehmen beigetragen. Ich wünsche Dir, lieber Wolf, alles Gute zum Geburtstag und dass noch viele andere von Deinem Know-how und Deiner Erfahrung profitieren! Gerd Gebhardt, Echo-Producer: Lieber Wolf, es war doch gerade Dein Geburtstag … achso, am 26. Dezember hast Du ja schon wieder. Guter Wein reift und wird langsam immer besser, das gilt auch für Dich. Lieber Wolf, wir kennen uns jetzt schon über 20 Jahre und haben uns in dieser Zeit wirklich lieb gewonnen. Mit Dir zu streiten, war genauso schön. wie mit Dir zu lachen. Als Mitbewerber warst Du immer eine Herausforderung, als Kollege immer eine Bereicherung. Guat war’s, wie die Bayern sagen; schee war’s ebenfalls. Als Rentner kann ich mir Dich gar nicht vorstellen, noch bist Du zu aktiv. Also, lieber Wolf, genieße Deinen Geburtstag und lass Dich feiern. Bleib gesund und freue Dich auf unser Wiedersehen! Alles Liebe, Dein Gerd Gebhardt Michael Haentjes, Edel AG: Lieber Wolf, nun kommst Du tatsächlich ins „Ruhestands – alter“! Als ich Dich vor ein paar Wochen zuletzt traf, dachte ich, dass Du in den vergangenen zehn Jahren wirklich nicht gealtert bist, sondern Dir die Sonne offensichtlich innerlich und äußerlich sehr gut tut. Das lässt mehr als hoffen, dass Du auch noch in den nächsten Jahrzehnten Deinen großen Aktionsradius beibehalten wirst und nicht nur Deine Beine Dich weiterhin behende tragen werden. Der Tonträgerbranche bist Du ja nur noch am Rande verbunden, erstaunlich ist aber die Vielfalt und Bandbreite Deiner geschäftlichen Aktivitäten. Dabei wünsche ich Dir auch für die Zukunft immer ein glückliches Händchen und neben der Gesundheit allen Erfolg, den Du Dir erwartest. Karin Heinrich und Freddie de Wall, Artist & Music Management: „Ein Mann geht seinen Weg“ oder „So ist jeder anders komisch“ sind nur zwei Beschreibungen, die uns beim Blick auf den Kalender spontan einfielen. Lieber Wolf, wir wünschen nur das Allerbeste zu Deinem Ehrentag, und mögest Du Deinen einzigartigen Humor niemals verlieren. Herzlichst: Karin und Freddie Jörg Hellwig, Koch Universal: Lieber Wolf, 1996 hast Du mich von der Intercord auf den Geschäftsführerposten zur Polydor nach Hamburg gelotst. Ich musste in Stuttgart noch eine Weile weiterarbeiten, bis ich den Job dann 1997 antreten durfte. Bei Deinem 50. Geburtstag war ich aber schon mal dabei. Viele Künstler und Geschäftspartner machten ihre Aufwartung. Da konnte ich Wolf-D. Gramatke in Action sehen: der klassische Boss, strahlend, selbstbewusst und ganz im Mittel – punkt. Auf der anderen Seite galt und Apropos: Blick fürs Wesentliche Im Juli 1993 erschien die Nullnummer einer neuen Fachzeitschrift für die Musikbranche. Auf dem Titel fanden sich neben anderen prominenten Gesichtern wie Herbert Grönemeyer oder Marcel Avram auch Fotos von Helmut Fest, Michael Haentjes und Wolf-D. Gramatke. Und das kam nicht von ungefähr: Gramatke war ein MusikWoche-Leser der allerersten Stunde. Als einer der ersten Topmanager der deutschen Musikwirtschaft hatte er erkannt, dass diese Branche ein neues, frisches Nachrichtenmagazin brauchte, das mehr zu bieten hatte als Hofbericht erstattung. Gramatke hat MusikWoche von Anfang an solidarisch begleitet, und das ist keine Übertreibung. Er war stets ein aufmerksamer und kritischer Leser, und wenn ihm bei der Lektüre etwas aufstieß, griff er notfalls auch zum Telefon, um direktes und unverblümtes Feedback zu geben. Dass er dabei manchmal raubeinig und schroff rüberkam, hat er vermutlich einkalkuliert – aber wer ihm zuhörte, kriegte rasch mit, dass hinter dem toughen und willens – starken Auftreten ein sensibler Mensch steckte, der genau wusste, wovon er redete, und der nie das Wesentliche aus dem Blick verlor. MusikWoche hat diesem kritischen, aber stets fairen Leser Wolf- Dieter Gramatke sehr viel zu verdanken. Nicht zuletzt übrigens erwarb er sich auch Verdienste um die Steigerung des Dienstwagenkomforts des Verlags – inhabers: Aufmerksame Beobachter konnten Modelle, die in Hamburg bei PolyGram in der Tiefgarage beeindruckten, dann irgendwann auch im Münchner Osten auf dem Parkplatz von Entertainment Media bewundern. Danke, Wolf-Dieter Gramatke, für all die spannenden Jahre! Herzlichen Glückwunsch zum Fünfundsechzigsten! Manfred Gillig-Degrave Chefredakteur gilt Dein Interesse immer auch den Menschen, Deinen Mitarbeitern und den Künstlern. Dir eilte ja der Ruf voraus, ein harter Hund zu sein. Ich habe Dich dann erlebt als toughen, aber sehr fairen und vor allem sehr menschlichen Vorgesetzten, der mir einen großen Vertrauensvorschuss gab, der die großen Umwälzungen bei Polydor seinerzeit mitgetragen hat. Und auch als es anfänglich noch nicht so toll lief, war der Kredit nicht gleich verbraucht. Du bist also ein Mann, mit dem die Mannschaft gut durch schwere Wetter kommt. Ich freue mich, dass wir uns zumindest hin und wieder noch sehen, und wünsche Dir bei Deinen immer noch zahllosen Aktivitäten Freude und Glück und eine stabile Gesundheit. Alles Gute zum Geburtstag, lieber Wolf, wünscht dir Dein Jörg! Götz Kiso, Anwalt: Lieber Wolf, ich hatte mich gerade seit einigen Monaten bei der Polydor eingearbeitet, als ich die Mitteilung erhielt, dass es einen neuen Poly- Gram-Präsidenten geben und ich damit einen neuen Chef bekommen würde. Schnell eingezogene Erkundigungen über den mir Unbekannten ergaben: „Schnell im Kopf, dynamisch, belastbar, redet viel, selbstbewusst, aber auch: kein Musikmann und eitel.“ Alles richtig, alles falsch! Wolf stellte sich heraus als ein Manager, der all diese Attribute lebte und ein exzellenter Chef war. Ich habe unter seiner Präsidentschaft über zehn Jahre das Poly- Gram-Flaggschiff, die Polydor geleitet, und wir hatten eine sehr erfolgreiche und auch vergnügliche Zeit. Wir haben uns gestritten, gerieben, Misserfolge ertragen, Siege gefeiert und uns gegenüber der Londoner Zentrale zu Wehr gesetzt. Das Schöne war: Es gab nie persönliche Verletzungen beziehungsweise Verunglimpfungen unter uns (das war nur gegenüber der Konkurrenz erlaubt). Lieber Wolf, ich wünsche Dir einen tollen 65. Geburtstag. Lass Dich feiern, wo immer Du bist! Lass es Dir gut gehen, verbessere Dich nicht beim Golf und mach weiter den Bellheim Cup … und zum Schluss: Du bist doch ein Musikmann, schließlich hast Du „Werner / Beinhart“ sofort als Hit erkannt. Leslie Mandoki, Musiker und Produzent: Mein lieber Wolf, Dein 65. Geburtstag – verdammt, das kann doch nicht wahr sein. An Deinem Energielevel bemessen, dachte ich, Du bist erst 55. Aber herzliche Glückwünsche und vor allem beste Gesundheit, alles andere wirst Du sowieso richten. Du weißt, mein Dank ist vielfältig und tief und gilt auch im Namen aller meiner Soul mates-Kollegen. Denn so wie Ian Anderson und Jack Bruce legenden – bildende Ikonen sind, so bist auch Du einer der „Väter“ dieser wunderbaren Gruppe. Du hast uns als erster eine Chance und unserer gemeinsamen Vision ein Zuhause gegeben. Als echter und wahrhafter Music Man, der unsere Sprache spricht, hast Du immer Vertrauen in uns Musiker gesetzt – und wir konnten uns voll auf Dich ver lassen. Du bist ein Mann, für den Liebe zur Musik und Ahnung vom Beruf eine Selbstverständlichkeit sind. Chapeau und Thank You! Helge Sasse, Senator Entertainment: Lieber Wolf, zum Fünfundsechzigsten kann ich Dir endlich einmal einen offenen Brief schreiben und Du mir nicht wider sprechen, wie Du das ja gerne machst. Das finde ich wunderbar. Also: Du bist wirklich unverschämt jung und immer noch ein Heißsporn, wie er im Buche steht. Ich beneide Dich und gleichzeitig freue mich, Dich immer wieder genau so zu erleben, hoffe dabei wahrscheinlich nur, dass ich in der Biobilanz in zehn Jahren so gut wie Du abschneide. Was wirklich zählt, bist Du, heute und morgen, das, was Dich auszeichnet: Deine Teilnahme und Teilhabe, Deine mitfühlende Vorwärts-Energie. Nicht, dass du weiser geworden wärest. Das dauert wohl mindestens noch ein Jahrzehnt oder mehr, falls sich – was ich nicht recht glauben kann – Dein wildes Momentum noch einmal legen sollte. Dass wir beide uns nach einem schweren professionellen Anfang in den Neunzigern Millimeter für Millimeter an unsere Freundschaft herangerobbt haben, ist vor allem Dir zu verdanken: Du hast dich einfach gebessert! Gerne würde ich jetzt schreiben: Du bist ein toller Typ, und ich freue mich, dass ich Dich kennenlernen durfte! -Mache ich nicht, denn das würde Dich nur erschrecken. Stattdessen umarme ich Dich am 26. Dezember aus der Ferne und wünsche dir mindestens noch weitere 35 gesunde Jahre -natürlich mit Gerlinde. Ich wäre gerne auch dabei. Aus der Ferne ein Prosit von Helge! Thomas M. Stein: Jahrelang neben Wolf- Dieter im Bundesverband zu sitzen, ist nicht nur eine Herausforderung, sondern vor war allem Freude. Es gibt nur wenige Kollegen, die Humor und analytische Fähigkeiten besitzen, Sachzusammen – hänge schnellstens umzusetzen. Daher: nicht nur danke für viele Jahre an Ver – gnügen, sondern vor allem Gesundheit, Freude und Erfolg für die vor Dir stehenden Jahre! Herzlichst, Dein Thomas

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