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Gipfel bei Monti soll Klarheit bringen

Nach einer zweitägigen Anhörung und einer anschließenden internen Prüfung bei der EU treffen Spitzenvertreter von Sony Music und BMG heute mit dem europäischen Wettbewerbskommissar Mario Monti zusammen, um ihre geplante Fusion zu beraten. Vom Ausgang dieses Treffens hängt ab, ob und unter welchen Bedingungen der Zusammenschluss genehmigt wird.

Nach zwei Tagen der Anhörungen und einer anschließenden internen Prüfung bei der EU-Kommission treffen Spitzenvertreter von Sony Music und BMG am heutigen 17. Juni mit dem europäischen Wettbewerbskommissar Mario Monti zusammen, um über ihre geplante Fusion zu beraten. Vom Ausgang dieses Treffens hängt ab, ob und unter welchen Bedingungen der Zusammenschluss genehmigt wird. Bei den Anhörungen am 14. und 15. Juni verschaffte sich die EU ein Bild über die Argumentationen von Fusionsbefürwortern und -Gegnern. Am gestrigen 16. Juni ließen die Brüsseler Kartellwächter bei einer internen Verhandlung mit Anwälten und Experten die Pros und Contras noch einmal Revue passieren. Das Ergebnis dieses so genannten Advocatus Diaboli Panels nimmt Mario Monti mit in seine Gespräche mit Sony-Music-Chef Andrew Lack und BMG-Boss Rolf Schmidt-Holtz. Danach muss Monti entscheiden, ob seine Kommission juristisch unanfechtbare Positionen in der Einschätzung des Fusionsplans vorgelegt hat, oder ob die Elefantenhochzeit mit einigen Auflagen genehmigt werden kann. Es gilt unter Beobachtern jedoch als sicher, dass Montis Wettbewerbskommission unabhängig von der Entscheidung verklagt werden wird. Sollte die EU die Fusion blockieren, drohen Klagen von Sony Music und BMG, sollte sie den Merger durchwinken, werden voraussichtlich die europäischen Independent-Firmen vor Gericht ziehen.

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