Der Bundesverband Phono hält nach einer neuen Studie der GfK illegale Tauschbörsen für in hohem Maße verantwortlich für die Umsatzrückgänge auf dem Tonträgermarkt. Die Marktforscher aus Nürnberg kamen bei einer Befragung von 10.000 Personen zu dem Ergebnis, dass deutsche Downloader im vergangenen Jahr rund 20 Prozent weniger Geld für Alben und 37 Prozent weniger für Singles ausgaben. Demnach ist der Rückgang der Tonträgerkäufe in diesem Personenkreis deutlich stärker als bei Personen, die keine Musik aus illegalen Quellen auf ihre Computer laden. „Nutzer von illegalen Tauschbörsen kaufen deutlich weniger Musik“, kommentiert der Bundesverbands-Vorsitzende Gerd Gebhardt die neuesete GfK-Brennerstudie: „Sie bringen nicht nur die Künstler und Verwerter um ihre Rechte, sondern sie ersparen sich in vielen Fällen den Kauf von Musik.“ Eine Reihe nationaler und internationaler Studien renommierter Marktforschungsunternehmen wie Enders, Forrester Research, Jupiter, Ipsos und Edison Media kämen zum selben Ergebnis, ergänzt Gebhardt. In der kürzlich veröffentlichten Studie zweier Professoren der Harvard Business School, wonach illegale Musikangebote der Musikwirtschaft nicht schadeten, sieht der Phonoverband hingegen eine isolierte Einzelmeinung. Zudem seien den Forschern schwere methodische Fehler unterlaufen, indem sie etwa das wegen der höheren Umsätze „nicht representative“ vierte Quartal als Vergleichszeitraum wählten. „Dass illegale Musikangebote dem Musikmarkt schwer schaden, liegt auf der Hand und ist durch viele Untersuchungen belegt. Die Behauptung des Gegenteils sorgt zwar für Aufmerksamkeit – sie ist aber falsch“, resümiert Gebhardt.
GfK-Studie: P2P-Nutzer kaufen weniger Musik
Der Bundesverband Phono hält nach einer neuen Studie der GfK illegale Tauschbörsen für in hohem Maße verantwortlich für die Umsatzrückgänge auf dem Tonträgermarkt.






