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Gewerkschaften wollen Jamba demokratisieren

Die Arbeitsbedingungen beim mobile Contentprovider Jamba haben die Gewerkschaften auf den Plan gerufen. connexx.av rief die Belegschaft mit einer Flugblattaktion zur Gründung eines Betriebsrats auf.

Die Arbeitsbedingungen beim mobile Contentprovider Jamba haben die Gewerkschaften auf den Plan gerufen. Die Gewerkschaft conexx.av bemängele Medienberichten zufolge, dass große Teile der Belegschaft als Praktikanten eingestellt seien. Nur eine Minderheit der 350 Mitarbeiter habe reguläre Arbeitsverträge. Diese seien meist auf kurze Zeit befristet. Außerdem gebe es keinen Betriebsrat. Ehemalige Mitarbeiter monieren laut Onlinemagazin „Telepolis“ die geringe Bezahlung und den fehlenden Überstundenausgleich sowie die „Hire and Fire“-Mentalität des Unternehmens. Bei einer Vertragslaufzeit von einem Jahr liege die Probezeit bei sechs Monaten – etwaige Ausfälle wegen Krankheit müssten nachgearbeitet werden. Jetzt haben Vertreter der Gewerkschaft connex-av Flugblätter an die Jamba-Mitarbeiter verteilt und zur Gründung eines Betriebsrates aufgerufen. Dieser solle das Unternehmen demokratisieren und die Interessen der Mitarbeiter vertreten. Die Resonanz sei laut conexx.av „äußerst positiv“ gewesen.