Ziemlich genau vor einem Jahr hatten Komponist:innen und Textdichter:innen mit ihren Verbänden GESAC und ECSA auf europäischer Ebene gemeinsam Front gegen den Trend zu Total Buyouts gemacht und mit ausgewählten Mitgliedern des Europaparlaments über die mit dieser Praxis verbundenen Probleme konferiert. Zwölf Monate später liegt nun eine vom Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments in Auftrag gegebene Studie vor, erstellt vom Center for International Intellectual Property Studies an der Universität in Strasbourg: Das „Buyout contracts imposed by platforms in the cultural and creative sector“ betitelte Papier (pdf) erkennt unter anderem „signifikante Herausforderungen“ für den audiovisuellen Bereich und das Musikgeschäft, da hier Onlinegiganten oftmals versuchen würden, Autor:innen deren Rechte auf eine angemessene Vergütung vertraglich vorzuenthalten.
GESAC fordert gesetzliche Maßnahmen gegen Total Buyouts
Bei der Sitzung des Rechtsausschusses des Europäischen Parlaments stand am 7. November unter anderem das Thema der sogenannten Total Buyouts auf der Agenda. Eine dazu vorgelegte Untersuchung unterstreicht laut GESAC-Generaldirektorin Véronique Desbrosse die „katastrophalen Auswirkungen“ dieser Praxis für die Kreativschaffenden. Nun sei es an der Zeit zu handeln.





