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German Creative Economies Summit setzt vollen Fokus auf KI

Ende April 2026 findet in Hamburg die dritte Ausgabe der German Creative Economies statt. Die Hamburg Kreativ Gesellschaft möchte dabei alle Bereiche der deutschen Kreativwirtschaft zusammenbringen. Aus dem Musiksektor werden unter anderem Dieter Gorny, Matthias Hornschuh, Michael Duderstädt, Daniel Knöll und Balbina auf den Bühnen stehen.

Seit Beginn der 2020er-Jahre ist kaum ein Tag vergangen, an dem Künstliche Intelligenz nicht das entscheidende Thema aller Kreativbranchen war. Daher ist es nur logisch, dass die Hamburg Kreativ Gesellschaft dieses Thema beim German Creative Economies Summit (GCES) in den Mittelpunkt stellt.

Wie schon bei der zweiten Ausgabe im vergangenen Jahr will der Hamburger Verband alle Teilbereiche der deutschen Kreativwirtschaft im Kampnagel zusammenbringen und erwartet rund 1.000 Gäste. Der GCES findet am 28. und 29. April im Kampnagel in Hamburg statt.

„Die aktuellen Entwicklungen rund um KI machen sichtbar, was die Kreativwirtschaft im Kern ausmacht: Sie arbeitet mit Ideen, mit geistigem Eigentum – und genau das gerät jetzt erneut unter Druck“, erklärt Egbert Rühl, Geschäftsführer der Hamburg Kreativ Gesellschaft. Gleichzeitig entstünden so neue Möglichkeiten, die weit über die Branche hinausreichten, so Rühl weiter.

Entscheidend sei, „wie wir die Rahmenbedingungen gestalten: so, dass kreative Arbeit geschützt bleibt und zugleich Raum für Innovation entsteht“, meint der Geschäftsführer. „In Hamburg schaffen wir mit dem Summit einen Ort, an dem alle Teilmärkte der Kreativwirtschaft zusammenkommen, um diese Transformation gemeinsam zu gestalten und die Zukunft der Branche aktiv in die Hand zu nehmen.“

Als einer der wirtschaftsstärksten Bereiche des Kreativsektors ist auch die Musikbranche mit prominenten Gesichtern vor Ort vertreten.

Am 28. April hält Dieter Gorny, Gründer von Viva und Aufsichtsratsvorsitzender der Initiative Musik, eine Keynote zum Thema „Kommerz, Kreativität und KI: Warum die Kultur- und Kreativwirtschaft jetzt Haltung zeigen muss“. Anschließend spricht der Musikmanager in einem Panel darüber, wie KI die unterschiedlichen Kreativbranchen bereits jetzt verändert. Neben Gorny sind auch Larissa Pohl von Scholz & Friends sowie Rhys Noelke von Bertelsmann bei der Diskussionsrunde dabei.

Zudem reist Matthias Hornschuh von der Initiative Urheberrecht nach Hamburg. In seinem Impulsvortrag beschäftigt sich der Komponist und GEMA-Aufsichtsratsmitglied mit dem europäischen Umgang mit KI im Hinblick auf Kunst und Kultur. Anschließend moderiert seine Kollegin bei der Initiative Urheberrecht, Katharina Uppenbrink, das Panel „KI, Urheberrecht, Business: Wem gehört Kreativität im neuen KI-Zeitalter?“, bei dem der Rechtsanwalt Sebastian Rengshausen, Michael Duderstädt, Direktor Politische Kommunikation GEMA, und Page-Chefredakteurin Anne Kaiser sprechen.

Detlef Schwarte, der Direktor des Reeperbahn Festivals, beschäftigt sich in einem Impulsvortrag mit der Akzeptanz und dem aktiven Nutzen neuer KI-Plattformen. Dabei will auch er die Brücke zur europäischen Rechtsprechung mit dem AI Act, dem Digital Services Act und der Plattformverantwortung schlagen. Ebenso hält Balbina einen Impulsvortrag zum Thema „Pop als Nadelöhr zwischen Kunst, Markt und Technologie und über das, was menschliche Haltung heute bedeutet“. Als Anstoß für ihren Vortrag nennt sie: „In zwanzig Jahren wird Popmusik nicht mehr geschrieben, sondern entschieden.“