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GEMA zeichnet NDR Kultur und FluxFM aus

Mit dem elften Radiokulturpreis würdigt die GEMA in diesem Jahr NDR Kultur und FluxFM. Die Preisverleihung fand am 15. Oktober am Berliner Standort der GEMA statt.

Beide Sender würden auf unverwechselbare Programmprofile setzen und so ihrem Publikum vielfältige Zugänge zu Musik, Kultur und neuen künstlerischen Impulsen schaffen. „Die Auszeichnung macht sichtbar, welchen wichtigen Beitrag engagierte Radiostationen zur kulturellen Vielfalt und zur Entdeckung neuer Musik leisten“.

NDR Kultur erhält den Radiokulturpreis 2026 in der Kategorie „Zeitgenössische und experimentelle Kunstmusik, Jazz sowie sonstige gehobene Vokal- und Instrumentalmusik“ „NDR Kultur zeichnet sich durch ein konsequent auf Kunstmusik, Jazz sowie anspruchsvolle Vokal und Instrumentalmusik ausgerichtetes Programm aus“, heißt es in der Jury-Begründung. „Mit einem Nischenrepertoire bietet der Sender seinem Publikum konsequent Musik jenseits des Mainstreams und eröffnet zugleich eine außergewöhnliche Vielfalt an Werken. Einen besonderen Stellenwert haben zudem Live-Produktionen und -Mitschnitte, regionale Musik sowie redaktionell betreute Beiträge, die musikalische Inhalte einordnen und vermitteln. Auch mit eigenen musikalischen Veranstaltungen setzt NDR Kultur wichtige Impulse. Die Jury würdigt den Sender für seine herausragende Repertoirevielfalt und sein kontinuierliches Engagement für Live-Musik, musikalische Bildung und eine anspruchsvolle Radiokultur.“

Für Anja Würzberg, Kulturchefin des Norddeutschen Rundfunks, ist NDR Kultur eine Radiowelle, die die Vielfalt liebt – so wie ihr Publikum. Wir wollen Menschen mit klassischer Musik berühren und immer wieder schöne Momente im Alltag schaffen. Für die Kolleginnen und Kollegen, die das Programm prägen, ist dieser Preis eine große Freude – und für mich ein Anlass, ‚danke‘ zu sagen: den Musikerinnen und Musikern, ohne deren Können kein Klassikprogramm denkbar wäre, den Konzert- und Festivalveranstaltern und den Kolleginnen und Kollegen, die NDR Kultur mit Herzblut gestalten.“

FluxFM erhält den Radiokulturpreis 2026 in der Kategorie „Populäre Musik“: „FluxFM steht für musikalische Entdeckung und Vielfalt abseits des Mainstreams. Der Sender zeichnet sich durch einen außergewöhnlich hohen Anteil an Nischenrepertoire und eine bemerkenswerte Programmvielfalt aus: Im Jahr 2025 wurden 13.700 unterschiedliche Werke gespielt. Auch regionale Musik und das Unterstützen von Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern finden bei FluxFM überdurchschnittlich viel Raum. Mit eigenen musikalischen Veranstaltungen setzt der Sender zudem wichtige Impulse für eine abwechslungsreiche Radiolandschaft. Die Jury würdigt FluxFM als herausragendes Beispiel für ein Radioprogramm, das seinem Publikum immer wieder neue Musik näherbringt“, erläutert die Jury.

Mona Rübsamen, Mitgründerin und Geschäftsführerin FluxFM, betont: „Der GEMA Radiokulturpreis für FluxFM bedeutet uns sehr viel. Denn er würdigt, dass Kuratierung, musikalische Vielfalt und Haltung in Moderation und Redaktion auch in einer Welt der Algorithmen einen besonderen Wert haben. Wir wollen bei FluxFM Orientierung geben, neue Perspektiven eröffnen und Musik hör- und erlebbar machen. Denn genau darin liegt für uns die Stärke von Radio: Musik nicht nur abzuspielen, sondern sie einzuordnen, Geschichten zu erzählen und sie in einen kulturellen und gesellschaftlichen Kontext zu setzen. So entsteht Raum für unterschiedliche Perspektiven und ein Stück Zuhause in einer lauten und fordernden Welt. Im Namen des gesamten Teams danke ich daher für diese Auszeichnung. Sie motiviert uns sehr, diesen Weg weiterzugehen.“

Die Preise wurden am Berliner GEMA-Standort von Vertreterinnen und Vertretern beider Sender entgegengenommen. Zu den Gästen zählten Personen aus Politik und Medienbranche. Überreicht wurden die Auszeichnungen von GEMA-Aufsichtsrätin Diana Muñoz und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Ralf Weigand. Vor der Verleihung bot das Panel „Mehr als Airplay: Wie Radio Musik aus Deutschland entdeckt, Musikkarrieren fördert und die kulturelle Vielfalt von morgen prägt“. Auf dem Podium sprachen Anna Depenbusch (Liedermacherin), Daniel Grunenberg (Komponist und Musiker), Mona Rübsamen (Mitgründerin und Geschäftsführerin von FluxFM) und Benedikt Stubendorff (Musikchef NDR Kultur). Die Moderation übernahm Mia Heresch.

Mit dem Radiokulturpreis zeichnet die GEMA seit 2015 einmal im Jahr zwei Radiosender aus, die sich in besonderer Weise der Musikkulturförderung verschrieben haben. Dazu zieht die GEMA zehn Kriterien heran, die erstmals 2014 für die Verteilung im Hörfunkbereich eingeführt wurden. Aus Sicht der GEMA Mitglieder würden dadurch die Relevanz und kulturelle Bedeutung der Musik im Sendekontext stärker berücksichtigt.