Recorded & Publishing

GEMA-Versammlung im Zeichen des Lizenzstreits

Die GEMA rückt auf ihrer Mitgliederversammlung in Berlin erneut den Lizenzstreit mit den Tonträgerfirmen in den Fokus. Der GEMA-Vorstandsvorsitzende Reinhold Kreile verspricht „ein klares Signal“. Ein weiteres Signal sind die Zuwächse bei Klingeltönen.

Die GEMA will im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung am 29. und 30. Juni im Berlin Hotel InterContinental erneut den Lizenzstreit mit den deutschen Tonträgerfirmen in den Fokus rücken. „Die Mitglieder der GEMA weisen noch einmal mit Nachdruck und großer Geschlossenheit den Versuch der Tonträgerindustrie zurück, den bisherigen Vergütungssatz für die Lizenzierung von Tonträgern von 9,009 Prozent vom Herstellerabgabepreis auf 5,6 Prozent herabzusenken“, betont der GEMA-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Reinhold Kreile im Vorfeld der Mitgliederversammlung. Er verspricht zudem: „Von der Mitgliederversammlung wird ein klares Signal aller musikalisch Kreativen des Landes ausgehen, dass die wirtschaftliche Existenz der Musikautoren nicht durch die Strategien der Tonträgerindustrie gefährdet werden darf.“

Am zweiten Tag der Versammlung stellt Kreile tradionsgemäß den Geschäftsbericht der Urheberrechtsgesellschaft vor: Wie schon seit Anfang Mai bekannt, nahm die GEMA im vergangenen Jahr rund 813 Mio. Euro ein. Dazu trugen die Einnahmen aus dem Bereich der bei der GEMA so genannten Ruftonmelodien rund 5,4 Mio. Euro bei – gegenüber dem Vorjahr ein Plus von fast 300 Prozent. Bei einer Ausschüttungssumme von gut 694 Mio. Euro stieg der Kostensatz der Gesellschaft im Jahr ihres 100. Jubiläums von 14,6 auf 14,7 Prozent. Mehr zum Thema